Formel-E-Debütant Opel hat seinen ersten Fahrer für den baldigen Werkseinstieg in die Elektro-Weltmeisterschaft bekanntgegeben. Theo Pourchaire stößt zum Autobauer aus Rüsselsheim und bestreitet ebenfalls seine erste Saison in der Formel E.

Wer sein Teamkollege zum Start in die neue Gen4-Ära der FIA-WM wird, bleibt noch geheim. Laut Gerüchten soll es sich dabei um den ultra-erfahrenen Mitch Evans handeln, der zuletzt nach zehn Jahren bei Jaguar seinen Abschied verkündet hatte. Der Neuseeländer kann sich vor dem Saisonfinale in London in zwei Wochen gute Chancen auf seinen ersten WM-Titelgewinn ausrechnen.

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Opel-Neuzugang Pourchaire: Jobs bei Mercedes und Peugeot

Mit Pourchaire hat sich Opel einen Fahrer geangelt, der auch bei anderen Herstellern hoch im Kurs steht: Der Franzose bestreitet aktuell seine erste WEC-Saison mit Peugeot, das wie Opel zum großen Stellantis-Konzern gehört. Außerdem unterstützt der 22-Jährige seit diesem Februar das Formel-1-Team von Mercedes als offizieller Entwicklungsfahrer.

Pourchaire hat in den Jahren 2022 und 2023 bereits Testfahrten in der Formel E absolviert. Mit der Einführung des über 800 PS starken Gen4-Rennwagens erwartet ihn bald eine neue Herausforderung: "Es ist der nächste Schritt in meiner Karriere und die bisher größte Chance im Formelsport für mich. Die neue Gen4 Generation passt perfekt zu meinem Weg aus der Formel 2: mehr Power, Allradantrieb, extrem starke Beschleunigung - das ist genau die Art von Auto, die ich liebe."

Theo Pourchaire bei der Vorstellung als neuer Opel-Fahrer für die Formel E
Der erste Opel-Fahrer für die Formel E: Theo Pourchaire, Foto: Opel/Bildagentur Kräling

Supertalent Pourchaire: Auf Umwegen zurück ins Formelauto

Pourchaire zählte einst zu den größten Formelsport-Talenten der Welt und stürmte durch die Nachwuchsklassen: 2018 gewann er den Junior-Titel in der Französischen Formel 4, 2019 folgte der Meisterschaftsgewinn in der Deutschen ADAC Formel 4. Pourchaire stieg 2020 in die FIA Formel 3 auf und wurde auf Anhieb Vize-Meister hinter Oscar Piastri. In der FIA Formel 2 schloss er seine Debütsaison 2021 auf Platz fünf ab, wurde im Folgejahr Vize-Champion und gewann schließlich 2023 die Meisterschaft.

Für einen Job als Formel-1-Stammfahrer sollte es jedoch nie reichen, obwohl Pourchaire 2022 und 2023 mehrere Testfahrten und Trainings an Grand-Prix-Wochenenden für Alfa Romeo bestritt. Pourchaire fuhr stattdessen Rennen in der IndyCar-Serie und in der japanischen Super GT, bis er über den Umweg namens European Le Mans Series einen Platz im WEC-Aufgebot von Peugeot erhielt.

Opel-Teamchef: Pourchaire: Passt fachlich und menschlich ins Team

Jetzt wartet die Formel E mit Opel, wo Pourchaire sein Comeback im Singleseater-Sport geben wird. Den brandneuen Gen4-Boliden hat er bereits auf der Strecke sowie im Simulator getestet. An seiner Seite: die Münchnerin Sophia Flörsch, die das Team als Entwicklungsfahrerin unterstützt.

Opel-Teamchef Jörg Schrott sagte nach seinen ersten Eindrücken von Neuzugang Pourchaire: "Es hat sich gleich gezeigt, wie gut er sowohl fachlich als auch menschlich in unser Team passt. Theo gibt sehr klares Feedback, lernt schnell, bleibt auch in neuen Situationen ruhig und hat gleichzeitig den Ehrgeiz, sich immer weiter zu verbessern. Dazu kommt, dass er mit seiner frischen Art sehr gut in die Opel-Mannschaft passt."

Theo Pourchaire bei der Vorstellung als neuer Opel-Fahrer für die Formel E
Opel steigt mit einem eigenen Werksteam in die Formel E ein, Foto: Opel/Bildagentur Kräling

Formel E mit Opel, WEC mit Peugeot? Fragezeichen über Zukunft

Ob Pourchaire neben seinem neuen Formel-E-Engagement weiterhin für Peugeot in der WEC antreten wird, ist noch nicht bekannt. Zwischen den beiden FIA-Serien kommt es nach aktuellem Stand zu zwei Terminüberschneidungen: Monaco (Formel E) und Spa (WEC) sowie Shanghai (Formel E) und Sao Paulo (WEC) finden an den selben Wochenenden statt.

Peugeot stellte seine Piloten, die parallel in der Formel E bei Stellantis-Marken engagiert waren, bisher ab und bestritt die entsprechenden WEC-Rennen mit Fahrer-Duos statt Trios. Konzernschwester Citroen startet auch in der nächsten Formel-E-Saison mit dem zweifachen Champion Jean-Eric Vergne sowie dem zweimaligen Vize-Weltmeister Nick Cassidy. Der Neuseeländer Cassidy bestreitet dieses Jahr parallel seine erste volle WEC-Saison im Peugeot-Hypercar, das für 2027 technisch überarbeitet wird.

Theo Pourchaire bei der Vorstellung als neuer Opel-Fahrer für die Formel E
Der Franzose Pourchaire bestreitet seine erste Saison in der Formel E, Foto: Opel/Bildagentur Kräling

Nach dem bevorstehenden Finale der laufenden Formel-E-Saison in London (15.-16. August 2026) setzen die Teams und Hersteller ihre Vorbereitungen für den Beginn der Gen4-Ära fort. Die 13. Saison der Elektro-Serie und die erste mit den neuen Autos startet am 18.-19. Dezember 2026 mit einem Doubleheader in Jeddah, Saudi-Arabien. Insgesamt stehen 21 Rennen verteilt auf 13 Wochenenden im Kalender.

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