Kühler Auftakt zum zweiten Rennwochenende der WEC-Saison 2026 in Spa-Francorchamps: 10 Grad und ein wolkenbedeckter Himmel begrüßten die Langstrecken-WM zum 1. Freien Training am Donnerstagvormittag. Miguel Molina im #50 Ferrari 499P (Fuoco/Molina/Nielsen) krallte sich auf zunächst leicht feuchter Strecke früh die Bestzeit, die bis zum Ende der 90-minütigen Session Bestand haben sollte.
Der Spanier umrundete den 7,004 Kilometer langen Ardennenkurs in 2:02.955 Minuten (Runde 5) und distanzierte damit den Rest des Hypercar-Feldes um mehr als eine halbe Sekunde. Mit Blick auf eine wirklich schnelle Runde ist noch einige Luft nach oben: 2025 lag die Pole-Zeit, aufgestellt von Molinas Ferrari-Teamkollege Antonio Fuoco, bei 1:59 Minuten.
WEC-Training in Spa: Ferrari und Aston Martin an der Spitze
Heißt: Die Aussagekraft der reinen Rundenzeiten hält sich wie üblich stark in Grenzen und gibt keinerlei Aufschluss über die mögliche Performance im Qualifying (Freitag, ab 14:30 Uhr). Passend dazu: Der bisher hinterherfahrende Aston Martin belegte den zweiten Platz im Training. Aston-Werksfahrer Alex Riberas bugsierte den #009 V12-Valkyrie zu einer persönlichen Bestzeit von 2:03.519 Minuten - über eine halbe Sekunde langsamer als Ferrari-Ass Molina.
Wie die Zeiten einzuordnen sind, lässt sich kaum seriös beurteilen: Die WEC veröffentlicht in dieser Saison keine BoP-Tabellen mehr und lässt die Öffentlichkeit damit komplett im Unklaren. Das passt sowieso bestens zu den Trainings-Freitagen der WEC: Einen Livestream gibt es weiterhin nicht und selbst das Live-Timing versteckt sich inzwischen hinter einer Bezahlschranke! (Wir haben dennoch für euch ein kostenloses und offizielles WEC-Livetiming gefunden)
Auftaktsieger Toyota im Nirgendwo der Ergebnisliste
Zurück zu den Rundenzeiten: Fred Makowiecki führte den #36 Alpine mit einer 2:03.523 zu Platz drei, gefolgt von Robert Kubicas #83 AF-Corse-Ferrari (2:03.650). Auf den Positionen fünf, sechs und sieben ordneten sich der zweite Alpine A424 und die beiden BMW M Hybrid V8 ein. Der zweite Aston Martin Valkyrie, der #94 Peugeot 9X8 und der Vorjahres-Sieger Ferrari mit der Startnummer #51 komplettierten die Top-10.
Die beiden Toyota-Hypercars kamen nicht über die Plätze 14 (#8 mit Buemi, Hartley, Hirakawa) und 17 (#7 mit Conway, Kobayashi, De Vries) hinaus. Ryo Hirakawa, der beim Saisonauftakt in Imola vor knapp drei Wochen zum Sieg gefahren war, fehlten mehr als 2 Sekunden zu Molinas Bestzeit. Dennoch rechnet die Konkurrenz mit einem starken Auftritt der Japaner. WEC-Neueinsteiger Genesis Magma Racing um Andre Lotterer fuhr mit seinen beiden LMDh-Autos auf die Plätze 13 und 16.
Das 1. Training wurde knapp eine Minute vor dem regulären Ende mit roten Flaggen unterbrochen und nicht wieder aufgenommen. Nach ersten Informationen soll Yasser Shahin im Manthey-Porsche 911 GT3 R Evo der Auslöser gewesen sein. Laut Teamangaben kehrte er allerdings eigenständig und mit unbeschadetem Auto zurück in die Boxengasse. Das 2. Training folgt heute um 15:40 Uhr.
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