In China sind die Top-10 für Audi in der Formel 1 bislang außer Reichweite. Nico Hülkenberg bekommt im Sprint diesmal zumindest seine ersten Rennrunden im neuen R26 auf die Reihe, aber nicht seine erste Zielankunft. Im Qualifying macht er sich als Dauer-Elfter einen Namen, während Teamkollege Gabriel Bortoleto mehr will und weniger bekommt.
In den ersten drei Qualifying-Sessions von 2026 - zwei für die Rennen, eines für den Sprint - hat Hülkenberg seinen Audi nun drei Mal auf den elften Startplatz gestellt. Den Einzug ins Q3-Segment und damit die Top-10 verpasste er um 82 Tausendstel, dann um 15 Tausendstel, und am Samstagnachmittag in China waren es nur mehr 2 Tausendstel, die ihm auf Isack Hadjar fehlten.
"Aber nicht schlecht, insgesamt war es positiv", meint Hülkenberg danach. Besonders beeindruckend war, dass er durch Q1 mit nur einem neuen Reifensatz kam. Üblicherweise etwas, mit dem sich Mittelfeld-Teams schwertun. Hülkenberg aber fuhr eine so gute erste Runde, dass er sich das Finale von Q1 entspannt aus der Garage aus anschauen konnte: "Saubere Runden. Saubere Session. Mehr kann ich mir nicht erhoffen."
Nico Hülkenberg erleidet im China-Sprint nächsten Audi-Defekt
Weniger sauber war es davor im Sprint gelaufen. Immerhin konnte Hülkenberg erste Rennkilometer sammeln, nachdem er eine Woche zuvor in Australien schon in der Startaufstellung von einem Defekt lahmgelegt wurde. Das bedeutete natürlich aber auch einen Erfahrungs-Rückstand gegenüber den anderen Piloten, welche die neuen 2026er-F1-Autos und ihre Eigenheiten bereits unter Rennbedingungen erlebt haben.

Prompt wurde Hülkenberg beim Sprint ein Start-Opfer. Wie so viele in Australien tappte er in die Energie-Falle, kam mit zu wenig Batterie-Ladestand in der Startaufstellung an, hatte dann nach der ersten Anfahr-Phase zu wenig Elektro-Power und fiel bis auf P20 zurück: "Insgesamt habe ich viele erste Eindrücke gesammelt, das werde ich später durchgehen."
Leider konnte Hülkenberg auch die kompletten 19 Sprint-Runden fahren. In Runde 13 musste er in der ersten Kurve abstellen, nachdem das Team etwas in den Daten sah: "Das Team sagte mir, ich solle stoppen. Das müssen wir noch untersuchen." Bis zum Qualifying aber bekam Audi das Auto wieder fahrbereit.
"War eine große Jobliste zwischen Sprint und Qualifying, erst recht das Reparieren von Nicos Auto, und sie haben einen tollen Job geleistet, beide Autos für die Session hinzubekommen", lobt Teamchef Jonathan Wheatley seine Mechaniker. Während Hülkenberg dann nur ganz knapp eben an Q3 vorbeischrammte, ging es Teamkollege Gabriel Bortoleto überhaupt nicht locker von der Hand.
Gabriel Bortoleto kommt in China mit Audi nicht zurecht - und landet im Kies
Bortoleto musste schon in Q1 anders als Hülkenberg zwei neue Reifensätze hernehmen: "Q1 fühlte sich sehr gut an, in Q2 bekam ich die Dinge nicht auf die Reihe. Dann habe ich in der letzten Kurve vielleicht etwas zu viel gewollt und das Heck verloren." Auf der entscheidenden letzten Q2-Runde drehte sich Bortoleto mit hohem Tempo durchs Kies und schlug leicht in die Wand ein.

Damit besiegelte er einen mageren 16. Startplatz. In China will es für ihn bislang einfach nicht klappen: "In Melbourne hatte ich klar die Pace für Q3. Hier ist es enger. Ich fühle mich nicht so komfortabel. Aber so laufen diese Wochenenden. Melbourne war ein besonderes Wochenende, von der ersten Runde fühlte ich mich eins mit dem Auto, konnte ihm vertrauen, 100 Prozent rausholen. Hier haben wir die Dinge auf- und abgeändert, vielleicht am Schluss hinbekommen, aber dann bin ich etwas über das Limit."
An der Spitze der Formel 1 gab es am Samstag in China eine Rekord-Performance - Kimi Antonelli krallte sich den Rekord des jüngsten Pole-Setters der F1-Geschichte von Sebastian Vettel! Mehr dazu gibt es hier:



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