Erlösung für Nico Hülkenberg: In Barcelona zog der Deutsche zum ersten Mal 2026 in Q3 ein und sicherte sich Startplatz neun für den Grand Prix am Sonntag. Dabei verlief das Qualifying alles andere als wie geplant. Schon in Q1 brauchte Hülkenberg einen Reifensatz mehr als Audi-Teamkollege Gabriel Bortoleto. Dazu machten ihm die Reifentemperaturen zu schaffen. Trotzdem: "Ich habe es geschafft, als es darauf ankam", weiß Hülkenberg.

Nico Hülkenberg kämpft mit F1-Reifen

Grund für die Schwierigkeiten Hülkenbergs war eine Windböe. "Die hat mich in Kurve drei heftig erwischt. Es ist verrückt, wie schnell die Oberflächentemperaturen dann steigen. Man weiß, dass man ab der nächsten Kurve nur noch mitfährt – der Grip lässt sofort nach. Die Reifen reagieren so empfindlich auf Überhitzung, das war nicht toll", beschreibt Hülkenberg.

So musste Hülkenberg in Q1 ein zweites Mal auf die Strecke, womit er für Q2 und Q3 nur noch je einen frischen Reifensatz hatte. "Ich hätte es gerne mit einer Runde geschafft." Doch der Deutsche schaffte es auch mit nur einem frischen Satz in Q2 - mit knapp einer Zehntel Vorsprung auf Arvid Lindblad im Racing Bull.

Durch Charles Leclercs Crash fuhr Hülkenberg mit P9 den besten Startplatz der Saison ein. "Wie ermutigend, ein solches Ergebnis auf einer Strecke zu erzielen, die ein gutes Chassis, gutes Reifenmanagement und alle Merkmale eines guten F1-Autos verlangt", freut sich Hülkenberg.

Startplätze Nico Hülkenberg Formel-1-Saison 2026

RennenStartplatz
Australien11
China11
Japan13
Miami10
Kanada11
Monaco13
Barcelona9

Bisher wurde Hülkenberg im Laufe der Saison im Qualifying drei Mal 11., zwei Mal 13. und einmal rutschte er durch Strafen auf P10 nach vorne. "Das Wochenende ist zwar noch nicht vorbei, das hier ist natürlich der entscheidende Teil, aber ich habe das Gefühl, ich, dass wir im Rennen morgen konkurrenzfähig sein sollten", so Hülkenberg.

Umso überraschender ist das Ergebnis, weil Audi in Barcelona kein Update an den R26 brachte. Ferrari brachte im Vergleich eine Reihe an Neuerungen an das eigene Auto.

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Auch im Rennen schaffte es Hülkenberg bisher kein einziges Mal in die Top-10 und hat daher noch keinen Zähler zu verbuchen. Sein Optimismus kommt vor allem durch die hohe erwartete Reifenabnutzung auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya am Sonntag.

"Unsere Abnutzungswerte sehen dieses Jahr ziemlich gut aus", so Hülkenberg. "Die Asphalt-Temperatur soll auf über 50 Grad steigen. Das ist das erste heiße Rennen der Saison, also in diesem Sinne der erste echte Test für alle."

Damit könnte das Reifenmanagement bei einer Hitzeschlacht der entscheidende Faktor werden. "Wer das besser hinbekommt, wird sich wohl durchsetzen", sagt Hülkenberg. "Wir haben in letzter Zeit gute Fortschritte gemacht, daher bin ich für morgen ziemlich zuversichtlich."

Auch neben der Strecke passiert in der Formel 1 einiges. Pierre Gasly bekam sein Podium in Monaco nachträglich zurück. Wir haben darüber im folgenden Video gesprochen. Jetzt anschauen!

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