George Russell scheint wieder zurück zu alter Stärke gefunden zu haben. Mit sechs Hundertstelsekunden Vorsprung setzte er sich im Qualifying in Barcelona an die Spitze und startet morgen von der Pole-Position aus in sein 100. Formel 1-Rennen mit Mercedes.
Russells ehemaliger Silberpfeil-Teamkollege Lewis Hamilton überraschte im Qualifying. In den drei Trainingssessions hielt sich Ferrari noch bedeckt. Bis zum Qualifying sah es so aus, als würde die Pole-Position zwischen Mercedes und McLaren entschieden werden, aber in der entscheidenden letzten Runde in Q3 holte Hamilton alles aus seinem SF-26 heraus und positionierte sich knapp hinter Russell auf dem zweiten Startplatz - noch vor Kimi Antonelli.
Position drei geht an den WM-Führenden Kimi Antonelli im zweiten Mercedes. Er kam bisher das ganze Wochenende nicht so richtig in Schwung. Am Freitag musste er das FP1 aussetzen und für Ersatzfahrer Fred Vesti Platz machen. Dadurch verlor Antonelli wertvolle Abstimmungszeit. Im Q3 fehlten ihm in der letzten schnellen Runde knapp drei Zehntel auf seinen Teamkollegen. Damit startet er morgen zum ersten Mal in dieser Saison nicht aus der ersten Startreihe.
Neben ihm steht Lando Norris. McLaren hatte heute sichtlich Probleme mit dem Reifenverschleiß. Erst mit den neuen weichen Reifen brachten Norris und Piastri eine gute Runde zusammen. Für den amtierenden Weltmeister ging es damit ein Stück weiter nach vorne als für seinen Kollegen. Oscar Piastri startet morgen von Position sieben aus ins Rennen.
Im McLaren-Sandwich befinden sich morgen die beiden Red-Bull-Piloten. Max Verstappen fehlten nur zwei Hundertstel auf den vierten Startplatz, Isack Hadjar sieben Hundertstel.
Ab Startplatz acht wird der Abstand schon etwas größer. Liam Lawson im Racing Bull hat fast zwei Sekunden Rückstand auf die Bestzeit von Russell. Hinter ihm startet morgen Audi-Pilot Nico Hülkenberg von Platz neun. Für den Deutschen ist es der erste Einzug ins Q3 und damit seine erste Startposition unter den Top-10 in der aktuellen Saison.
Charles Leclerc im Ferrari steht morgen auf der zehnten Position. Der Monegasse verlor im Q3 in Kurve vier die Kontrolle über seinen SF-26, rutschte ins Kiesbett ab und infolgedessen frontal in die Streckenbegrenzung. Das Auto war danach nicht mehr zu gebrauchen und sogar der G-Sensor schlug an. Für Leclerc war das Q3 nach knapp fünf Minuten vorbei. Es ist nach Monaco vor einer Woche schon sein zweiter Abflug in dieser Saison.
Formel 1 in Spanien: Die Startaufstellung für den Grand Prix von Barcelona
| Position | Name | Team |
|---|---|---|
| 1 | George Russell | Mercedes |
| 2 | Lewis Hamilton | Ferrari |
| 3 | Kimi Antonelli | Mercedes |
| 4 | Lando Norris | McLaren |
| 5 | Max Verstappen | Red Bull |
| 6 | Isack Hadjar | Red Bull |
| 7 | Oscar Piastri | McLaren |
| 8 | Liam Lawson | Racing Bulls |
| 9 | Nico Hülkenberg | Audi |
| 10 | Charles Leclerc | Ferrari |
| 11 | Arvid Lindblad | Racing Bulls |
| 12 | Gabriel Bortoleto | Audi |
| 13 | Franco Colapinto | Alpine |
| 14 | Pierre Gasly | Alpine |
| 15 | Oliver Bearman | Haas |
| 16 | Carlos Sainz | Williams |
| 17 | Esteban Ocon | Haas |
| 18 | Alex Albon | Williams |
| 19 | Sergio Perez | Cadillac |
| 20 | Valtteri Bottas | Cadillac |
| 21 | Lance Stroll | Aston Martin |
| 22 | Fernando Alonso | Aston Martin |
Alonso erreicht neuen Tiefpunkt bei wahrscheinlich letztem Barcelona-Rennen
Für Fernando Alonso ist der diesjährige Grand Prix von Barcelona wohl der Letzte, wenn man seinen Aussagen Glauben schenken möchte. Umso bitterer für ihn ist es, dass er morgen von der letzten Position in sein Heimrennen starten muss.
Aber nicht nur das. Seit Silverstone 2024 konnte Lance Stroll kein teaminternes Qualifying-Duell mehr gewinnen. Auch diese Serie ist heute im Qualifying gebrochen worden, denn Stroll startet morgen eine Position vor Alonso ins Rennen. Und das, obwohl der Kanadier kurz vor seiner letzten schnellen Runde im Q1 noch durch das Kiesbett gebrettert ist. Ein bitteres letztes Heimwochenende für den Spanier, der noch in Monaco letzte Woche seinen ersten Punkt für Aston Martin geholt hat.



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