Rund um die Formel 1 -Testfahrten in Bahrain hagelte es Kritik bezüglich der Rennstarts mit der neuen Auto-Generation. Die FIA reagierte und führte ein neues Startprozedere ein. Die Ampeln leuchten ab sofort für fünf Sekunden blau, ehe die gewohnte Start-Phase beginnt.

"Alle sind damit zufrieden. Wir halten es [das neue Startprozedere; Anm. der Red.] für sicher und wollen es so beibehalten", sagt Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur. Mercedes-Teamchef Toto Wolff pflichtet ihm bei. "Die FIA hat jetzt eine gute Lösung gefunden, um sicherzustellen, dass es nicht zu Chaos kommt."

Bei Audi läuft es während der Testfahrten immer besser. Mehr dazu lest ihr im folgenden Artikel.

Vasseur kritisiert FIA: Verfahren wurde nicht geändert

Ferrari will die FIA bereits vor einem Jahr auf das Startproblem hingewiesen haben. "Jeder wusste, dass es ohne MGU-H schwierig werden würde", betonte Vasseur. Durch die neue 50:50-Leistungsverteilung zwischen Elektromotor und Verbrenner und dem Wegfall der MGU-H entsteht am Start ein Turboloch. Um das zu füllen, müssen die Fahrer länger aufdrehen.

Eine Reaktion seitens der FIA gab es damals allerdings nicht. "Sie hat beschlossen, das Verfahren nicht zu ändern", sagt Vasseur. Ferrari und alle anderen Teams mussten trotz der neuen Regelung einen Weg finden, die Schwierigkeiten zu überwinden. Die Scuderia scheint das mit Erfolg geschafft zu haben.

Charles Leclerc bescheinigte seinem Team, bei den Starts einen Vorteil zu haben. "Wir haben also alle unsere Entscheidungen über die Architektur des Motors auf der Grundlage dieser Vorschriften getroffen."

Wie es im Motoren-Streit rund um den Antrieb von Mercedes weitergeht, ist nun klar. Die FIA will ab dem 1. August ein neues Messverfahren einführen. Mehr dazu seht ihr im folgenden Video.

F1-Streit um Motoren-Trick: FIA setzt Mercedes 10-Tage-Frist (13:45 Min.)