Über den Verlauf der Formel-1-Testfahrten hat Audi in den letzten Wochen stetig Fortschritte gemacht. Am insgesamt achten Tag der offiziellen Preseason-Tests ließ Nico Hülkenberg erstmals auch wirkliche Pace aufblitzen. Mit dem einher gingen jedoch ein paar technischen Gebrechen.

Am Vormittag war der Audi R26 nämlich noch kaum auf der Strecke zu sehen gewesen. Nur 29 Runden schaffte Gabriel Bortoleto: "Wir mussten ein paar Checks durchführen. Das hat uns länger in der Garage gehalten. Wir konnten aber trotzdem ein paar Runs fahren und den Großteil unseres Programms abspulen."

Kuriosester F1-Techniktrick 2026: Ferrari-Heckflügel steht Kopf (16:07 Min.)

Am kühleren Nachmittag hieß es für Nico Hülkenberg dann nämlich: Ein erstes Probe-Rennwochenende. "Wir konnten eine Reihe an Rennwochenend-Szenarien simulieren", beschreibt Hülkenberg am Abend. Erst versuchte er sich an Push-Runden auf Zeit, dann hängte er in den Abendstunden einen simulierten Grand Prix an.

Nico Hülkenberg zeigt erste Audi-Pace auf eine Runde

Die Qualifying-Simulation auf dem zweitweichsten C4-Reifen resultierte in einer beachtlichen 1:33,987. Zu dem Zeitpunkt hatte es noch niemand außer den vier etablierten Top-Teams Mercedes, McLaren, Ferrari und Red Bull unter die 1:34er-Marke geschafft.

Lange hielt sich die Hülkenberg-Zeit dann in den Top-5. Erst in den kühlen Abendstunden fiel er zurück auf den siebten Rang. Trotzdem war der Audi am Ende des Tages immer noch das sechstbeste Auto im Klassement. Neben den vier Top-Teams hatte sich kurz vor Schluss noch Franco Colapinto im Alpine vorbeigeschummelt, aber bei besseren Streckenbedingungen mit weicheren C5-Reifen.

Und Colapinto schaffte das mit einer 1:33,818 auch nur um knappe 0,169 Sekunden. Damit erweckt Audi am Donnerstag erstmals den Eindruck, dass man in der Lage ist, auch mit dem ersten F1-Motor und dem umgebauten Team gleich wieder im vorderen Bereich des F1-Mittelfeldes einzusteigen.

Audi schafft Rennsimulation nicht: Hülkenberg muss vorzeitig abstellen

Wie der Audi in der Renn-Simulation aussah, blieb offen. Hülkenberg fuhr einen 24- und einen 20-Runden-Stint, und war in diesen beiden Stints jeweils in etwa eine Sekunde im Schnitt langsamer als die zeitgleich fahrenden Top-Team-Piloten Max Verstappen und Oscar Piastri.

Doch nach dem zweiten Boxenstopp kam er nur fünf weitere Runden. Acht Runden vor dem Ende seines simulierten Bahrain-GPs musste er vorzeitig in der Garage abstellen. Letztendlich eine Vorsichtsmaßnahme, das Team wollte sicherheitshalber ein paar Checks durchführen. Letztendlich kein allzu großes Drama, eher ein übliches Vorgehen bei einem Test. Oftmals ist es nicht mehr als ein Sensor-Problem, das man in einem echten Rennen akzeptieren würde.

Nach nur 24 Minuten Pause kam Hülkenberg kurz vor Schluss tatsächlich zumindest für zwei kurze Ausfahrten noch einmal auf die Strecke. "Wir haben weiter wertvolle Infos und Daten gesammelt, und es gibt noch viel zu lernen, während wir uns durch unser Programm durcharbeiten", bilanziert er. "Es bleibt absolut Work in Progress, aber wir machen Schritte vorwärts und lernen jeden Tag mehr."

Verpasse keine Breaking News, packende Analysen, spannende Videos und exklusive Einblicke aus der Welt der Formel 1. Folge jetzt dem offiziellen WhatsApp-Kanal von Motorsport-Magazin.com!

+++ Formel 1 Testfahrten: Hier geht's zum aktuellen Liveticker +++