Audi erwischte in Barcelona einen holprigen Start in die Formel-1-Saison 2026. Das Team musste während der ersten drei Shakedown-Tage mehrere Probleme beheben. Projektleiter Mattia Binotto resümierte, er habe selten so eine lange Problemliste gesehen. Doch seit in Bahrain getestet wird, läuft es für Audi besser.

Wheatley: Das zeigt die Ambitionen unseres F1-Teams

An den ersten drei Testtagen in Bahrain fuhr Audi 354 Runden. Damit platzierte sich das Team im oberen Mittelfeld. Und das mit einem komplett eigens entwickelten Motor. Zum Vergleich: In Barcelona fuhr Audi an drei Tagen lediglich 240 Runden. Am ersten Tag in Barcelona blieb der R26 schon nach 27 Runden stehen.

Die Motoren-Diskussion rund um den Motor von Mercedes neigt sich dem Ende zu. Die FIA will Mercedes eine Deadline setzen, braucht dafür aber die Zustimmung der anderen Hersteller. Mehr lest ihr im folgenden Artikel.

"Dort zu stehen, wo wir stehen, und die Laufleistung zu erreichen, die wir letzte Woche erreicht haben, ist sehr ermutigend", sagt Audi-Teamchef Jonathan Wheatley. "Jeder weiß, was nötig ist, um bestimmte Fristen einzuhalten. Ich denke, das zeigt auch die Ambitionen des Teams."

Am Mittwoch der zweiten Testwoche gesellten sich wieder 120 Runden dazu. Gabriel Bortoleto verbesserte die beste Audi-Zeit aus der vergangenen Woche um rund eine Sekunde.. Ihm fehlten mit seiner Zeit von 1:35.263 Minuten knapp zwei Zehntel auf die Zeit von Carlos Sainz, der als Achter seinerseits das Mittelfeld anführte.

Auf die Bestzeit (1:33,459) von George Russell fehlten Bortoleto rund 1,8 Sekunden. Technische Probleme gab es kaum. "Wir haben viel über die Ambitionen dieses Projekts gesprochen, und was bereits erreicht wurde, ist unglaublich", sagt Wheatley.

Wheatley: Sind immer noch vom Idealzustand entfernt

Am Ziel angelangt ist Audi allerdings auch mit diesen guten Schritten noch nicht. Das wäre mit einem erstmals eigens entwickelten Motor und Chassis auch verwunderlich. "Wir befinden uns auf einer Reise und sind noch ein Stück weit von unserem Idealziel entfernt", sagt Wheatley.

Das offiziell ausgeschriebene Ziel des Teams ist, ab 2030 um die Weltmeisterschaft zu kämpfen. In der ersten Saison dürften dagegen eher die ersten Punkte das Ziel sein. Ähnlich sieht das auch Cadillac-CEO Dan Towriss. Sein Team legt den Fokus darauf, konkurrenzfähig zu sein.

Wie gut der Eindruck der anderen Teams in der ersten Testwoche war, besprechen wir im folgenden Video.

F1 2026 – Bahrain-Bilanz: Tops und Flops der Testwoche (48:53 Min.)