Anti-Racing, Formel E auf Steroiden und unauthentisch: Das neue Formel-1-Motorenreglement 2026 schmeckt Max Verstappen ganz und gar nicht. Durch das neue Energiemanagement würde er den Spaß am Fahren verlieren. Sogar im Simulator mied er den neuen Boliden zeitweise. Könnte der vierfache Weltmeister dadurch bald das Handtuch werfen und sich einer neuen Herausforderung widmen?

Zumindest für Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies steht ein Abgang seines Nr.1-Piloten außer Frage. "Kurz gesagt mache ich mir überhaupt keine Sorgen, dass er das Interesse an der Formel 1 verliert", stellte er in der Pressekonferenz beim Wintertest in Bahrain klar.

Mekies vertraut auf Ausnahmetalent

Doch hat Mekies wirklich Grund zur Gelassenheit? Selbst im Simulator konnte sich Verstappen, der seine Freizeit bisher am liebsten mit Sim Racing verbrachte und sein eigenes Sim-Team betreibt, schon nicht mit dem RB22 anfreunden. Das Fahrgefühl missfiel dem Niederländer.

"Als wir im Sim vom alten Automodell zum Neuen umgestiegen sind, war der Unterschied so groß, dass sich Max, meiner Meinung nach zu Recht, auf die alte Spezifikation konzentriert hat", so der Teamchef, der sich nicht einmal durch die fehlende Simulator-Zeit des Weltmeisters mit dem neuen Boliden aus der Ruhe bringen lässt.

Er vertraut auf Verstappens Ausnahmetalent. "Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass es sich so entwickeln wird, dass er wieder der Beste wird, wenn es um das Verständnis der Regeln, technische Details und Tricks geht", glaubt der Franzose. "Wir werden mit Max' Hilfe Lösungen finden, die wir bisher für unmöglich gehalten haben."

Plan B steht: Nordschleife wartet auf den vierfachen Weltmeister

Interesse und Talent sind das eine, doch Spaß das andere. Letzterer ist für Verstappen ein wichtiger Faktor, wenn es um seine Zukunft in der Königsklasse geht, und den hätte er laut eigener Aussage zurzeit nicht. Sollte er den Spaß mit dem neuen Reglement in der Formel 1 nicht wiederfinden, müsste er aber wohl nicht lange nach einem neuen Cockpit suchen.

Einerseits hat Verstappen sein eigenes Rennteam im GT3-Sport, andererseits wartet die Nordschleife bereits auf den Niederländer. Schon letztes Jahr absolvierte er den mehrstufigen Führerschein, genannt Permit, auf dem 20,832 km langen Kurs. Zwei Wochen später während eines freien Formel-1-Wochenendes gewann er dann sein erstes Rennen auf dem Nürburgring in der Langstrecken-Serie. 2026 könnten weitere NLS-Starts folgen. Auch eine Teilnahme am 24h-Rennen am Nürburgring steht im Raum.

Gebt ihr Teamchef Laurent Mekies recht, dass Max Verstappen noch länger in der Formel 1 bleibt? Oder muss die Königsklasse bald ohne den vierfachen Champion auskommen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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