Noch immer ist die Aufregung rund um den Verdichtungstrick von Mercedes groß. Mercedes sowie ihre Kundenteams Williams, McLaren und Alpine beharren darauf, dass die Konkurrenz viel Lärm um nichts macht. "Ich glaube, dass es hier ein Missverständnis darüber gibt, wie bedeutend das wirklich ist. Ich verstehe, warum sich alle darauf konzentrieren, aber das ist bestimmt nicht das Entscheidende im Meisterschaftsrennen", erklärte James Vowles.
Dem widersprach Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies auf der in Bahrain angesetzten Pressekonferenz vehement. "Wir sind nicht der Meinung, dass es sich um viel Lärm um nichts handelt." Seit Dezember vergangenen Jahres brodelt es hinter den Kulissen. Die Konkurrenz ist sich sicher, dass Mercedes einen Weg gefunden hat, das geometrische Verdichtungsverhältnis im Fahrbetrieb zu steigern.
Im Formel 1-Fahrerlager kursieren diesbezüglich unterschiedliche Zahlen. Viele meinen, dass es Mercedes schafft, im Betrieb das vorhergehende Limit von 18:1 zu erreichen. Seriöse Schätzungen gehen von rund 16,5:1 aus. Im Reglement für 2026 ist das Verdichtungsverhältnis mit 16:1 fixiert. Da das Verhältnis statisch gemessen wird, geht der Mercedes-Motor als regelkonform durch.
Die Frage ist wie lange noch. Am Mittwoch gab es ein Treffen der F1-Kommission in Bahrain. Was dabei herauskam, liest du hier:
F1-Reglement: Mekies will Klarheit
Wie viel der Motoren-Trick von Mercedes tatsächlich bringt, darüber gibt es unterschiedliche Meinungen. Bei Mercedes spricht man von "ein paar PS", die Konkurrenz geht von rund 15 PS aus. "Auch wenn es noch früh in der Saison ist, wird es schnell so weit sein, dass jeder Wettbewerbsvorteil – egal, ob ein, zwei, drei oder wie viele Zehntel auch immer – einen Unterschied machen", stellte Mekies klar.
Während Ferrari, Honda und Audi von Beginn an gegen Mercedes Stellung bezogen, hieß es zunächst, dass Red Bull Powertrains einen ähnlichen Trick gefunden habe. Da man daraus allerdings keinen so großen Profit ziehen konnte, soll sich Red Bull Powertrains der Konkurrenz angeschlossen haben.
Das wollte Mekies so nicht stehenlassen und stellte klar: "Man hatte manchmal das Gefühl, dass nicht klar schien, wo Red Bull steht. Zumindest habe ich das aus den Äußerungen der Journalisten herausgehört und auch so gelesen. Die Wahrheit ist, dass es uns egal ist, ob die Regeln nach links oder nach rechts gehen. Wir wollen einfach Klarheit darüber, was erlaubt ist und was nicht."



diese Formel 1 Nachricht