Die letzten drei Test-Tage der Formel 1 vor dem Beginn der Saison 2026 haben mit der nächsten Mercedes-Bestzeit begonnen. Werksteam und Motorkunde McLaren matchten sich am Mittwoch in Bahrain, während die Konkurrenz von Ferrari und Red Bull durchwachsene Stunden durchlebte. Aber für niemanden läuft es so schlecht wie für Aston Martin.
Das Ergebnis: George Russell sicherte sich in der letzten Stunde mit 1:33,459 die Tages-Bestzeit und die bisher schnellste Runde in Bahrain. Nur knapp aber hatte er Oscar Piastris McLaren verdrängen können, obwohl Piastri seine Runde deutlich früher bei noch höheren Temperaturen gefahren war.
Das traf erst recht auf Charles Leclerc im Ferrari zu, der mit fast drei Zehnteln Rückstand auf Platz drei Respektabstand hatte. Er war seine Zeit aber in der Mittagshitze gefahren. Die Spitzenteams untermauerten am Mittwoch, dass sie 2026 klar den Ton angeben. Die Top-7 - alle am Mittwoch gefahrenen Piloten der Top-Teams - lagen innerhalb von 9 Zehnteln. Der Rest lag über eineinhalb Sekunden zurück.
Carlos Sainz im Williams führte knapp das Mittelfeld an, in dem sich auch Audi dank guter Runden von Gabriel Bortoleto in der letzten Stunde recht weit vorne platzieren hatte können. Bortoleto, der die Audi-Zeit der Vorwoche um eine Sekunde verbessete, fehlten weniger als zwei Zehntel auf Sainz. Ganz hinten im Feld liegen nach wie vor die Cadillacs - das einzige Team, das nicht auf unter drei Sekunden an die Bestzeit rankam.
Formel-1-Testfahrten Bahrain - Mittwoch - Gesamt-Ergebnis
| P. | Fahrer | Team | Rückstand | Reifen | Runden |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Russell | Mercedes | 1:33,459 | C3 | 76 |
| 2 | Piastri | McLaren | +0,010 | C3 | 70 |
| 3 | Leclerc | Ferrari | + 0,280 | Prototyp (C3) | 70 |
| 4 | Norris | McLaren | + 0,593 | Prototyp (C3) | 54 |
| 5 | Antonelli | Mercedes | + 0,699 | C3 | 69 |
| 6 | Hadjar | Red Bull | + 0,801 | C4 | 66 |
| 7 | Hamilton | Ferrari | + 0,840 | Prototyp (C3) | 44 |
| 8 | Sainz | Williams | + 1,654 | C4 | 55 |
| 9 | Colapinto | Alpine | + 1,795 | Prototyp (C3) | 60 |
| 10 | Bortoleto | Audi | + 1,804 | C3 | 71 |
| 11 | Albon | Williams | + 2,231 | Prototyp (C3) | 55 |
| 12 | Lawson | Racing Bulls | + 2,294 | C3 | 61 |
| 13 | Bearman | Haas | + 2,319 | C3 | 42 |
| 14 | Gasly | Alpine | + 2,439 | C3 | 61 |
| 15 | Stroll | Aston Martin | + 2,515 | C3 | 26 |
| 16 | Ocon | Haas | + 2,959 | C3 | 65 |
| 17 | Alonso | Aston Martin | + 3,077 | C3 | 28 |
| 18 | Hülkenberg | Audi | + 3,282 | C2 | 49 |
| 19 | Lindblad | Racing Bulls | + 3,310 | C3 | 75 |
| 20 | Bottas | Cadillac | + 3,339 | C3 | 35 |
| 20 | Perez | Cadillac | + 4,732 | C2 | 24 |
Schockierender Start in den letzter Formel-1-Test für Aston Martin
Die Zwischenfälle: Die einzige rote Flagge des Test-Tages löste Lance Stroll aus. Am Ende der ersten Nachmittagsstunde verlor er eingangs von Kurve 11 die Kontrolle über das Heck des Aston Martin und drehte sich weit durch die Auslaufzone bis in das entfernte Kiesbett. Der Zwischenfall sah verdächtig nach einem Defekt aus.
Stroll kehrte erst 80 Minuten vor Schluss zurück auf die Strecke, nur um 20 Minuten vor Schluss in der Garage abzustellen, welche mit dem gelben Flatterband zur Warnung vor einem Hybrid-Defekt abgesperrt wurde. Schon am Vormittag hatte Fernando Alonso davor nur 28 Runden geschafft, bei dicht gedrängtem Honda-Personal in der Garage hatte sich auch da der Verdacht eines Power-Unit-Problems aufgedrängt. Immerhin verkürzte Stroll den Rückstand auf die Spitze auf zweieinhalb Sekunden.

Aber auch bei den Spitzenteams lief am Mittwoch nicht alles sauber. Isack Hadjar fuhr am Vormittag nur 13 Runden und verschwand mit Druckverlust in einem Kühlkreislauf in der Garage. Am Nachmittag fuhr er im Red Bull eine Serie an halbherzigen Push-Runden unterbrochen von zahlreichen 10-Minuten-Aufenthalten in der Garage.
Erstmals schien es am Nachmittag auch Ferrari zu erwischen. Mit einem nicht näher definierten Problem verbrachte Lewis Hamilton über zwei Stunden in der Garage. Auch bei den Ferrari-Kunden Cadillac (nur 24 Runden für Sergio Perez am Vormittag mit Sensorproblem) und Haas (über eine Stunde in der Garage für Oliver Bearman am Nachmittag) schien nicht alles sauber zu laufen. Nicht ganz sauber läuft es im Motoren-Streit - jetzt ist eine Abstimmung abgekündigt. Mehr dazu hier:



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