Nach sechs Tagen endet der Formel-1-Test in Bahrain genauso wie schon der vorangegangene Shakedown in Barcelona: Als es am letzten Tag drauf ankommt, ist Ferrari schnellstes Team. Nicht nur das - die Bestzeit ist am Ende eine klare Ansage. Für Aston Martin enden die Testfahrten mit einem Fiasko mit Ansage.

Das Ergebnis: Den ganzen Tag arbeitete Charles Leclerc an der Bestzeit, und Schritt für Schritt drückte er die Bestmarke nach unten. In den Abendstunden zog er schließlich für mehrere teils spektakuläre Qualifying-Simulationen die weichen C4-Reifen auf. Seine 1:31,992 war am Ende die einzige Runde der sechs Bahrain-Tage unter 1:32.

Formel-1-Testfahrten Bahrain: Das Ergebnis des Finales

P.FahrerTeamRückstandReifenRunden
1LeclercFerrari1:31,992C4132
2NorrisMcLaren+ 0,879C347
3VerstappenRed Bull + 1,117Prototyp (C3)65
4RussellMercedes+ 1,205Prototyp (C3)82
5 GaslyAlpine+ 1,429C5118
6BearmanHaas + 1,495C488
7BortoletoAudi + 1,763C471
8AntonelliMercedes+ 1,924C349
9 LindbladRacing Bulls+ 2,157C4165
10SainzWilliams+ 2,350C5141
11PiastriMcLaren+ 2,360C466
12 OconHaas+ 2,502Prototyp (C3)82
13HadjarRed Bull+ 2,519C359
14BottasCadillac + 3,298C338
15HülkenbergAudi+ 4,027C364
16PerezCadillac + 8,850C161
17StrollAston Martin - C36

Die Konkurrenz fuhr zwar nur mit den etwas härteren C3-Reifen - aber Leclercs beste C3-Zeit (1:32,655) hätte genauso für die Bestzeit gereicht. Wie immer in der zweiten Bahrain-Woche wurde ein McLaren Zweiter. Lando Norris fehlten aber schon fast eine Sekunde. Max Verstappen und Red Bull konnten auch am letzten Testtag die 1:33er-Marke nicht knacken.

Trotzdem landete Verstappen im Finale noch vor George Russell. Der kam am Freitag nicht in Schwung, und schaffte am Ende nicht einmal die von Kimi Antonelli am Vortag aufgestellte Mercedes-Bestmarke von 1:32,803. Klar war nach den abendlichen Qualifying-Simulationen aber jedenfalls: Die Top-4-Teams haben sich abgesetzt.

Pierre Gasly im Alpine musste am Abend den extraweichen C5 für den fünften Platz auspacken, Oliver Bearman im Haas war auf dem nicht ganz so weichen C4 aber nur knapp dahinter. Gabriel Bortoleto im Audi reihte sich mit einer Runde 12 Minuten vor Schluss drei weitere Zehntel dahinter ein, diese drei Teams gaben am Ende im Mittelfeld den Ton an. Williams und die Racing Bulls fielen etwas ab, Cadillac deutlich.

Honda verdonnert Aston Martin zu Mini-Test-Finale

Die Zwischenfälle: Formel-1-Sorgenkind Aston Martin beendete den Bahrain-Test mit dem wohl schlimmsten Tag. Nach dem Motor-Defekt am Vortag identifizierten die Honda-Ingenieure auf den Prüfständen über Nacht größere Probleme im Batterie-Bereich. Mangels Motor-Ersatzteilen durfte Lance Stroll nur sechs Runden - dreimal eine Outlap gefolgt von einer Inlap - fahren. Am frühen Nachmittag packte man vorzeitig zusammen.

Die einzige rote Flagge löste am Vormittag Kimi Antonelli im Mercedes aus. Mit einem Pneumatik-Problem rollte er auf der Gegengeraden aus und vollendete einen durchwachsenen letzten Tag für Mercedes. McLaren identifizierte in der Mittagspause einen nicht näher definierten Defekt, welcher eine lange Garagen-Pause erzwang und Lando Norris zwei Fahrtstunden kostete.

Die Technik: Mercedes brachte am letzten Tag noch ein kleines Heckflügel-Update, zwei Mini-Elemente wuchsen aus den Enden des Flügels. Der spektakuläre 180-Grad-Ferrari-Heckflügel wurde nicht mehr gesehen. Es bleibt dabei: Nur für fünf Runden hatte ihn Lewis Hamilton am Donnerstag am Auto gehabt.