Lando Norris ist Weltmeister 2025 und ist damit der große Gewinner der Saison. Mit zwei Punkten Vorsprung vor Max Verstappen gewann der Brite den Titel in Abu Dhabi. Bis zum Schluss musste er sich gegen den vierfachen Weltmeister und Teamkollege Oscar Piastri zur Wehr setzen. Ihm besonders wichtig: Den Weltmeister-Titel gewann er auf seine eigene Art und Weise. Als Lando Norris.
Lando Norris: Habe die WM auf meine Art gewonnen
Über die letzten zwei Jahre verteilt musste sich der McLaren-Pilot immer wieder Kritik gefallen lassen. Zu oft machte er Fehler, zu selten war er bei Überholmanövern und Duellen aggressiv genug. Für die Formel-1-Weltmeisterschaft hat es trotz aller Kritik - auch dieses Jahr - gereicht.
"Ich glaube, dass ich die Meisterschaft dieses Jahr auf meine Art gewonnen habe – indem ich ein fairer Fahrer war und versucht habe, ein ehrlicher Fahrer zu sein", so Norris. Das muss man dem Briten zugutehalten: Auch bei eigenen Fehlern entschuldigte er sich direkt. Beispielsweise nach seiner Kollision mit Oscar Piastri in Kanada nahm Lando Norris prompt die Schuld auf sich und suchte keine Ausreden.

Bleiben die Duelle mit Max Verstappen. Im Duell mit dem Niederländer tut sich Norris seit 2024 schwer. "Hätte ich manchmal aggressiver sein, vom Bremspedal gehen und ein paar Leute überholen können? Das hätte ich sicherlich tun können und vielleicht müsste ich das in Zukunft öfter tun. Aber ist das die Art und Weise, wie ich Rennen fahren möchte? Bin ich das? Nein, bin ich nicht", sagt Norris.
Norris: Bin im Vergleich mit anderen Weltmeistern weniger aggressiv gewesen
Ein Vergleich mit den ganz Großen an dieser Stelle zeigt, dass sie tatsächlich oft aggressiver fuhren. Ob ein Senna, ein Schumacher oder derzeit ein Verstappen. Die gingen oft das Risiko eines Crashes ein.
"War ich manchmal so aggressiv wie sie? Nein. War ich manchmal so wagemutig wie sie? Nein. Aber ich habe genau das getan, was ich tun musste, um die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Ich habe meine Leistung gebracht, als ich sie bringen musste", so Norris.
Als Ziel nach dieser Saison hat sich der frischgebackene Weltmeister vor allem eins gesetzt: lernen. Denn auch Norris weiß, dass 2025 bei weitem nicht alles glatt lief. Man denke zurück an seinen Crash im Qualifying in Saudi-Arabien, die schon angesprochene Kollision in Montreal oder den Fast-Verlust des Sieges in Australien.
"Natürlich werde ich aus allem lernen. Wie ich schon sagte, es gibt Momente, die ich gerne rückgängig machen würde und die mir leidtun, wie Montreal und solche Dinge, da habe ich mich blamiert", so Norris.
Norris: Freue mich auf Duelle mit den Besten in der Formel 1
Nichtsdestotrotz. In der zweiten Hälfte der Saison lieferte der Brite ab und schloss die Lücke zu Oscar Piastri in der Weltmeisterschaft. "Ich habe das Gefühl, dass ich jetzt ein besserer Fahrer bin als zu Beginn der Saison."
Mit 423 Punkten holte Norris die viertmeisten Punkte eines Fahrers in einer Saison jemals. Hinter Max Verstappen 2022, 2023 und 2024. Und in den Schoß fiel ihm die Weltmeisterschaft auch nicht. Alleine der DNF in Zandvoort und die Disqualifikation in Las Vegas kosteten ihn 43 Punkte, völlig ohne Eigenverschulden. Auch wenn da relativiert werden muss: So viele Rennen wie in der aktuellen Königsklasse in einer Saison gab es in der Vergangenheit nie.
2026 warten mit dem neuen Formel-1-Reglement, neuen Motoren und neuen Teams und Herstellern neue Herausforderungen auf Norris. "Ich muss mich mit den Besten der Welt messen. Ich muss verstehen, was ich besser machen kann, wie ich mich verbessern kann, wie ich gegen sie konstanter werden und von ihnen lernen kann. Ich muss das nächstes Jahr noch mehr tun, wenn ich wieder das erreichen will, was wir dieses Jahr erreicht haben", sagt Norris.



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