McLaren und Las Vegas - diese Kombination wollte in den letzten zwei Jahren einfach nicht zusammenpassen. Bei der Formel 1-Rückkehr nach Las Vegas im Jahr 2023 fehlte es McLaren generell an der Pace, um vorne mitzumischen. 2024, als der Wagen die Pace endlich hatte, konnten Lando Norris und Oscar Piastri trotzdem kein Wörtchen an der Spitze mitreden. Im Qualifying überraschte das McLaren-Duo mit einem Rückstand von sieben Zehnteln auf die Pole Position.

Im Rennen konnte sich Piastri lediglich um eine Position auf Rang sieben verbessern. Norris landete hingegen auf demselben Platz (P6), von dem aus er gestartet war. Eine Kombination aus Reifenproblemen – mit denen alle Teams in unterschiedlichem Ausmaß zu kämpfen hatten – und aerodynamischen Kompromissen brachten die Fahrer ins Hintertreffen. McLaren-Teamchef Andrea Stella denkt ungern an 2024 zurück. "Las Vegas war eines der schwierigsten Rennen. Wir hatten einige aerodynamische Probleme. Als wir versuchten, den Heckflügel zu entlasten, stellten wir fest, dass wir zu viel Effizienz einbüßten."

McLaren hat nach 2024 Maßnahmen ergriffen

Für den 6,201 km langen Las Vegas Strip Circuit braucht es ein perfekt abgestimmtes Auto. Dieses muss einerseits über genügend Top-Speed für die 1,9 Kilometer lange Gerade ausgangs Turn 12 bis zur Bremszone für Kurve 14 verfügen und andererseits über guten mechanischen Grip und Abtrieb durch die langsamen Kurvenpassagen. Stella hofft, dass McLaren seine Lektion aus dem Vorjahr gelernt hat. "Wir haben definitiv Maßnahmen ergriffen, um auf das zu reagieren, was wir letztes Jahr gesehen haben, denn die Leistung war definitiv nicht zufriedenstellend."

Mit Blick auf den bevorstehenden Grand Prix gibt Stella sich vorsichtig optimistisch. "Ich würde sagen, dass wir in Bezug auf die Reifen, die aerodynamische Effizienz und die Fahrzeugabstimmung wissen, in welche Richtung wir uns verändern müssen. Ob das ausreicht, um wettbewerbsfähig zu sein, werden wir sehen", meinte der McLaren-Teamchef. Wie schon in den Vorjahren setzt Pirelli in Las Vegas auf die Mischungen C3, C4 und C5. Damit wird wohl auch dieses Jahr das Reifentemperaturmanagement die größte Herausforderung für Fahrer und Teams darstellen.

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Kalt, kälter, Las Vegas

Denn auch dieses Jahr verspricht Las Vegas mit abendlich frischen Temperaturen von knapp 10 °C das kälteste Rennwochenende des Jahres zu werden. Die niedrigen Temperaturen stellten für McLaren 2024 vor allem im Rennen ein großes Problem dar. Bereits in der Frühphase des Grand Prix kämpfte man mit Graining, weshalb Lando Norris bereits nach zehn Runden zum Reifenwechsel an die Box musste. Mit den diesjährigen Reifen soll das Problem laut Pirelli zumindest abgeschwächt sein

Trotzdem ist die Gefahr groß, dass McLaren in Las Vegas mehr leidet als die Konkurrenz. Immerhin ist die Stärke des MCL39, die Reifen nicht zu überhitzen, doch dieses Wochenende kommt es darauf an, die Reifen auf Temperatur zu bringen. Entsprechend blickt Norris skeptisch auf das bevorstehende Wochenende in Sin City. "Ich glaube nicht, dass wir in Las Vegas schnell sein werden. Ich behaupte nicht, dass ich Zehnter werde, aber ich glaube, dass es für uns schwierig wird, in Las Vegas zu gewinnen", erklärte Norris. Für ihn sind die Favoriten Mercedes, Red Bull und Ferrari. "Im letzten Jahr waren wir auch das Schlusslicht der vier Top-Teams", so Norris.

Die Formel 1 erlebt 2025 eine ihrer konkurrenzfähigsten Saisonen, wenn nicht überhaupt die konkurrenzfähigste ihrer Geschichte. Warum? Das erklärt Andrea Stella in diesem Artikel: