Beim Formel-1-Team von Aston Martin gab es in den vergangenen Monaten und Jahren sehr viel personelle Unruhe. Nun kommt vor dem Grand-Prix-Wochenende in Brasilien der nächste Umbau in der technischen Führung der Mannschaft von Lawrence Stroll ans Licht. Wie die BBC und 'The Race' übereinstimmend berichten, müssen sich mindestens sieben Mitarbeiter aus der Design-Abteilung verabschieden.
Unter diesen soll sich auch Eric Blandin befinden. Der ehemalige Mercedes-Mann war 2022 zu Aston Martin gekommen, wo er drei Jahre lang als stellvertretender Technikchef aktiv war. Seit dieser F1-Saison ist er als Aerodynamik-Direktor bei der britischen Marke beschäftigt. Ebenfalls das Team verlassen soll der ehemalige Chefdesigner Akio Haga. Um wen es sich bei den anderen Mitarbeitern, die das Team verlassen, handelt, ist nicht bekannt.
Aston Martin: Struktur-Umbauten am laufenden Band
Aston Martin hüllt sich in Schweigen. Offiziell wurden diese personellen Umbauten noch nicht bekanntgegeben und auch gegenüber Motorsport-Magazin.com wollte das Team diese nicht bestätigen. Unklar ist zum jetzigen Zeitpunkt noch, ob Blandin, Haga und Co. komplett bei Aston Martin raus sind, oder ob zumindest einige von ihnen in einer anderen Funktion bei dem britischen Sportwagen-Hersteller mit an Bord bleiben.
Falls sich die Meldungen bestätigen, wäre es bereits das wiederholte Mal in der jüngeren Vergangenheit, dass das F1-Team von Lawrence Stroll weitreichende personelle Änderungen durchführt. Bedeutende Neuanwerbungen wie jene von Designgenie Adrian Newey, Ex-Ferrari-Technikchef Enrico Cardile oder Mercedes-Motorleiter Andy Cowell - der inzwischen zum Teamboss aufgestiegen ist - sorgten 2024 und 2025 für Schlagzeilen rund um das Team, das bis zur Übernahme durch Stroll 2018 am Hungertuch nagte.
Vor etwa einem Jahr war aufgrund der anhaltenden Erfolgslosigkeit und dem negativen Trend Technikchef Dan Fallows vor die Tür gesetzt worden. Im Januar hatte man anschließend Mike Krack von seinem Teamchef-Posten zum 'Chief Trackside Officer' degradiert, während gleichzeitig auch Performance-Direktor Tom McCullough aus dem F1-Team ausschied. Er blieb Aston Martin in einer anderen Funktion außerhalb des Formel-1-Programmes erhalten.
Die personellen Änderungen kommen mit einem Blick auf 2026 zustande. Die britische Mannschaft hat schon früh in dieser Saison ihre Ressourcen auf die kommende Regel-Generation fokussiert. So arbeitet Adrian Newey seit seiner Ankunft im März praktisch ausschließlich am Formel-1-Boliden für das kommende Jahr. Er soll gemeinsam mit Technik-Chef Cardile auch hinter dem Umbruch in der Aerodynamik-Abteilung stecken.
Für die neue Regel-Generation ab 2026 hat es sich Aston Martin zum Ziel gesetzt, zu den Spitzenteams aufzuschließen, und um Siege und WM-Titel mitzukämpfen. Ein Traum, von dem die derzeit Siebtplatzierten der Konstrukteurs-Wertung 2025 noch weit entfernt sind.



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