Am Samstag waren Williams und Carlos Sainz in Austin noch wie Helden gefeiert worden. Den Sonntag wird Sainz nach einem Ausfall infolge eines Rammstoßes gegen Kimi Antonelli wohl lieber vergessen wollen. Kann er aber nicht - denn die Kollision hat ihm für das nächste Formel-1-Rennen in Mexiko gleich eine Strafe eingebracht.
Sogar eine ziemlich heftige. Gleich fünf Plätze wird Sainz in der Startaufstellung in Mexiko zurückmüssen. Außerdem kassiert er zwei Strafpunkte. Für die Stewards war der Unfall eine klare Sache: Sainz hatte sich in Kurve 15 verbremst, als er von weit hinten versucht hatte, innen bei Antonelli hineinzustechen.
"Ich kam schnell und mit viel Selbstvertrauen an", rechtfertigt sich Sainz nach dem Rennen. In Runde 2 hatte er an gleicher Stelle ein ähnliches Manöver gegen den Haas von Oliver Bearman exekutiert. Nun sah er Antonelli auf P7 und auch George Russell im zweiten Mercedes auf P6 in einem eher gemächlichen Tempo.
Sainz ermahnt Antonelli für Crash - der stimmt nicht zu
"Heute war ein Tag für gute Punkte, aber Überholen war schwer", meint Sainz. "Du kannst immer auf Sicherheit fahren und P8 durchbringen, und dich danach fragen. Manchmal klappt es, wie mit Ollie. Kimi war etwas aggressiver, das Manöver war schwieriger." In seinem guten Rhythmus hatte Sainz geglaubt, es würde sich ausgehen, aber er war viel weiter hinten.
"Er hat die Tür früher zugemacht als erwartet, dann bekam ich Angst, habe mich verbremst, und wir sind kollidiert", so Sainz. Er akzeptiert die Schuld, spricht Antonelli aber nicht ganz frei: "Mit diesen breiten Scheitelpunkten hier müssen wir beide aufpassen. Heute haben wir beide keinen guten Job gemacht."
"Nein, ich habe ihn gesehen", entgegnet Antonelli. "Wenn du dir das Video anschaust, dann vermeide ich sogar absichtlich den Scheitelpunkt. Ich sah ihn kommen, er war weit weg, dann hat er sich verbremst und ich habe nur gehofft, dass er mich nicht trifft." Vergeblich. Sainz drehte Antonelli raus, sein Auto musste er wenige Kurven später abstellen. Antonelli konnte immerhin Platz 13 retten.
Die FIA-Stewards zeigten sich für die Sainz-Argumentation nicht empfänglich. Weil der Williams nie im Sinne der Racing-Richtlinien ausreichend weit neben dem Mercedes war, stand Sainz kein Platz zu, und Antonelli war nicht verpflichtet, ihm noch weiter auszuweichen. Die in so einem Fall gängige 10-Sekunden-Strafe wird wegen Sainz' Ausfall in die Grid-Strafe für das nächste Rennen umgewandelt.



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