7, 25, 69 – das sind die viel diskutierten Zahlen vor dem Großen Preis von Singapur. Bei noch sieben zu fahrenden Rennen führt Oscar Piastri in der WM mit 44 Punkten Vorsprung auf Lando Norris und 69 auf Max Verstappen. An dem für ihn desaströs verlaufenden Formel 1-Rennwochenende in Baku verlor er nicht nur wichtige WM-Punkte im Kampf, sondern musste erstmals in dieser Saison auch ordentlich Kritik einstecken – unter anderem im F1-Ranking von Motorsport-Magazin.
"Baku hat uns deutlich vor Augen geführt, wie schnell sich alles ändern kann", meinte Oscar Piastri rückblickend. Trotz der für ihn ungewohnt vielen Fehler, hat Piastri das Aserbaidschan-Wochenende für sich schnell abhaken können. "Es war relativ einfach, darüber hinwegzukommen. An anderen Wochenenden – normalerweise diejenigen, die gut laufen – ist es schwieriger herauszufinden, was man hätte besser machen können. Das gilt auch für Wochenenden, an denen man keine klare Vorstellung davon hat, was schiefgelaufen ist. In Baku waren die Fehler und die Folgen offensichtlich", spielte Piastri.
Er spielte darauf an, dass er seinen MCL39 in Q3 nach drei Kurven in die Wand setzte, im Rennen nach fünf. Auch wenn Baku für ihn eine Lektion in Sachen Risk-Management war, so sieht er die Nullnummer weit weniger dramatisch als es die Medien gern darstellen würden. Auf die Frage eines Journalisten, wie seine Herangehensweise aussah, um nach Baku den Kopf wieder freizubekommen, antwortete Piastri verschmitzt: "Ich bin am Montagmorgen in den Supermarkt gegangen und habe meine Einkäufe erledigt. Das mache ich nach jedem Rennen, also nichts Besonderes. Ich habe keine Reise an einen exotischen Ort gebucht oder Ähnliches."
McLaren-Teamchef Andrea Stella verteidigte Oscar Piastri nach seinen Patzern in Baku: So etwas ist auch Michael Schumacher passiert.
Piastri rechnet in Singapur mit starker Konkurrenz
Statt über das eine verpatzte Wochenende zu grübeln, blickt der McLaren-Pilot lieber auf die 16, 17 starken Rennen zurück. "Ich bin der Meinung, dass das, was ich an all den Wochenenden gemacht habe, sehr gut funktioniert hat. Wenn wir uns darauf konzentrieren, wird sich das auch auf die Meisterschaft auswirken", zeigt sich Piastri gelassen. Gleichzeitig ist er sich bewusst, dass sich weder das Team noch er selbst ein weiteres Wochenende wie in Baku leisten können. Auch wenn der Marina Bay Street Circuit in Singapur McLaren wieder entgegenkommen sollte, hat Piastri Red Bull, Mercedes und Ferrari auf der Rechnung.
"Ferrari und Mercedes sind hier in der Vergangenheit sehr stark gewesen. Ich gehe auch davon aus, dass Red Bull und Max wieder sehr stark sein werden", so Piastri. So mancher sieht den Singapur als Schicksalsrennen an, das die WM noch einmal spannend machen könnte. Da kommt der Ratschlag von Rekordchampion Lewis Hamilton an Piastri nicht ganz ungelegen. "Gib keine Plätze ab! Das würde ich ihm raten" Piastris Reaktion? Nach einem kurzen Lachen: "Er hat natürlich viel Erfahrung im Kampf und im Gewinnen von Weltmeisterschaften. Daher weiß ich seinen Ratschlag zu schätzen."
McLaren teilt vor dem Formel-1-GP in Singapur überraschend mit, dass man den Vertrag mit Nachwuchsfahrer Alex Dunne auflöst. Gerüchteküche brodelt: Wechselt der Ire jetzt zu Red Bull? Mehr dazu hier:



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