Fast drei Monate läuft die neue Formel-1-Saison bereits, doch mit dem Kanada Grand Prix an diesem Wochenende steht erst das fünfte Rennen des Jahres an. Was für viele nach einem schleppenden Saisonstart aussieht, spielt Cadillac laut Sergio Pérez enorm in die Karten.
"Diese Art von Pausen, die wir gerade haben, sind für uns als neues Team wahrscheinlich das Beste, was wir uns erhoffen konnten“, erklärt Perez. Auch die internen Abläufe hätten sich stark verbessert. "Man merkt, dass die Vorbereitung viel entspannter abläuft und das Auto schon donnerstags bereit ist."
Trotzdem müssten laut Perez noch einige Baustellen behoben werden. Besonders die Reifenperformance bereitet Cadillac Schwierigkeiten. "Wir konnten in Miami zwar ein paar Runden lang mit anderen Autos mithalten, aber dann schien es, als ob wir die Reifen einfach zu schnell verschleißen", analysiert der F1-Routinier.
Tatsächlich wäre Perez in Miami beinahe ins zweite Sprint-Qualifying-Segment eingezogen - knapp zwei Hundertstel fehlten ihm schlussendlich. Neben der reinen Performance muss der F1-Neueinsteiger auch in der Analysearbeit nachschärfen. "Geschwindigkeit und Effizienz müssen analysiert werden, und zwar sowohl vor als auch nach dem Wochenende. In diesen Bereichen haben wir noch Aufholbedarf", so Perez.
Perez in Kanada: Im Sprint ist alles möglich!
In Kanada steht direkt das nächste Sprint-Wochenende an, was für ein neues Team durch die stark verkürzte Vorbereitungszeit mit nur einem Training schwierig sein kann. Perez lässt sich davon jedoch nicht verunsichern.
"Solche Wochenenden sind immer eine Herausforderung. Es kann richtig gut oder richtig schlecht laufen", meint Perez, für den in Kanada "alles möglich" ist. Also auch Punkte?
In diesem Fall bleibt Perez dann doch ein Realist. "Im Moment ist das unwahrscheinlich, aber alle im Team arbeiten extrem hart, um sicherzustellen, dass wir dieses Ziel erreichen", resümiert der Cadillac-Pilot.



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