2026 werden sich die Piloten wieder an vollkommen neue Autos anpassen müssen. Darunter auch an ein neues Motoren-System, denn der Elektro-Anteil des Aggregats in den Formel-1Autos wächst signifikant an. Williams-Pilot Alexander Albon hat das Auto schon im Simulator getestet. Den größten Unterschied könnte das neue Energie-System des Motors machen.

Alexander Albon: Neue F1-Autos mental fordernder

Mit dem größeren Elektro-Anteil im System wird auch der Anteil der Arbeit des Fahrers bei der Energieverteilung höher. Statt wie aktuell 120 KW werden ab 2026 350 KW Leistung vom Elektro-Teil kommen. Alex Albon konnte das schon mehrere Male testen, zuletzt nach dem Formel-1-Rennen in Monza.

"Nach Monza bin ich im Simulator im Prinzip mit dem nächstjährigen Auto dort gefahren. Es war aber immer noch nicht einfach. Es ist im Moment Mental sehr fordernd. Alleine einfach nur zu verstehen, wie du mit der Power-Unit effizient bist", erklärt Albon.

Rund um die neuen Motoren gibt es viele Diskussionen – auch ihn schon früher als eigentlich geplant in die Rente zu schicken. Die Kosten sind enorm hoch, das gefällt nicht allen Herstellern, beispielsweise Red Bull.

Andere, namentlich Audi und Mercedes, haben schon so viel investiert, dass sie die Motoren-Generation auf keinen Fall früher als geplant beenden wollen. Dass die Motoren-Generation ein Erfolg wird, ist allerdings alles andere als sicher. Auch eine Rückkehr zu nachhaltigen V8 oder V10 Motoren wird diskutiert.

Albon: Das konsistenteste System hat einen Vorteil

Für Alex Albon geht es derzeit besonders um die Handhabung des Energie-Managements. "Vielleicht möchte das Team auch einfach nur meine Erwartungen niedrig halten. Sie haben mich zum Beispiel auch in Silverstone fahren lassen. Das sind im Prinzip die schlimmsten Strecken für Energie-Einsatz. So verstehe ich, worum es geht", sagt Albon.

Daher ist sich der Pilot sicher, dass besonders zu Beginn des Reglements die Energie-Systeme der Teams den Unterschied machen werden. "Wo die Teams wirklich den Unterschied machen werden, liegt darin, wie sie dieses System konzipieren. Es muss intuitiv und konsistent für den Fahrer sein", so Albon.

Denn der Fahrer ist am Ende des Tages der, der im Auto den Unterschied macht. "Es ist schwierig, diese Konsistenz hineinzubekommen. Du lernst aktuell im Prinzip nur, wie es funktioniert. Jedes Team, dass es schafft dem Fahrer ein Paket zur Verfügung zu stellen, mit dem er 99 Prozent des Potenzials ausschöpfen kann, wird sehr gut performen."

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