Fernando Alonso bestreitet in der Formel 1 2025 seine 22. Saison und der 44-Jährige wird auch im kommenden Jahr für Aston Martin am Start stehen. Doch darüber hinaus ist sein Verbleib in der Königsklasse unklar. Sein derzeitiger Vertrag läuft nach 2026 aus und nicht wenige glauben, dass es der zweifache Weltmeister anschließend sein lassen könnte. Vor allem, falls Aston Martin erneut nicht an der Spitze mitfährt.
Doch Alonso widerspricht diesen Ansichten und stellt in einem Interview, das auf der offiziellen Webseite des Formel-1-Teams veröffentlicht wurde, klar, dass in Bezug auf seine Rücktrittsabsichten das genaue Gegenteil der Fall ist. "Falls wir konkurrenzfähig sind, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass ich aufhöre", sagt der Spanier deutlich.
Fernando Alonso will einmal noch Erfolg: Dann guter Moment um aufzuhören
Eine bemerkenswerte Klarstellung, denn die allgemeine Annahme würde ja das Gegenteil vermuten lassen. Wieso aufhören, wenn er endlich wieder um Siege oder Podien mitkämpfen könnte und stattdessen weitermachen, wenn es nicht läuft? Alonso erklärt seine Logik dahinter wie folgt: "Ich habe viel darüber nachgedacht. Falls die Dinge gut laufen, dann wäre das ein guter Moment aufzuhören. Denn ich bin sehr viele Jahre einem konkurrenzfähigen Auto und konkurrenzfähigem Racing hinterhergejagt und falls ich das erreiche, dann wäre das ein sehr guter Weg, um damit meine Karriere abzuschließen."
Aufhören, wenn es am schönsten ist, also. Aber Alonso spricht selbst nur von 'Wahrscheinlichkeiten'. Garantien gibt er in keine Richtung. Weder ob er weitermacht, noch ob er aufhört. Zum jetzigen Zeitpunkt auf jeden Fall. "Ich werde die Entscheidung im nächsten Jahr fällen", betont er.
Sie werde davon abhängig sein, "wo das Team in diesem Moment steht und was sie von mir benötigen", so Alonso. In diesem Zusammenhang darf natürlich nicht vergessen werden, dass dieses Interview von Aston Martin selbst veröffentlicht wurde und damit wohl auch PR-mäßig auf ihre Linie abgestimmt ist. Dennoch entspricht dies dem Narrativ, das Alonso seit Monaten auch bei Medienterminen betont. Nämlich, dass er langfristig Aston Martin unterstützen möchte, in welcher Funktion auch immer.
Fernando Alonso: Ich muss nicht weiterhin Rennen fahren
Der Asturier, der sich in seiner langen F1-Karriere nicht unbedingt den Ruf als Teamplayer erarbeitet hatte, erklärt: "Ich bin offen dafür, dem Team so viel zu helfen, wie ich kann. Es geht nicht mehr um mich. Ich muss nicht weiterhin Rennen fahren. Ich bin nur hier, um Aston Martin dabei zu helfen, Weltmeister zu werden, ob das nun mit mir hinter dem Lenkrad passiert oder ohne mich. Das ist der Hauptzweck des zweiten Kapitels meiner Karriere."
Vollkommen egal ist es wohl trotzdem nicht. Die Lorbeeren von Spitzenpositionen möchte Alonso noch einmal als Fahrer erleben. "Falls wir nicht konkurrenzfähig sind, dann wird es für mich sehr schwer werden aufzugeben, ohne es noch einmal zu versuchen", sprach der 32-fache Grand-Prix-Sieger. Mit derselben Absicht war er schon 2023 zu Aston Martin gewechselt, nachdem ihm bei Alpine keine langfristige Perspektive geboten wurde.
Das schien sich auch bezahlt zu machen, denn das Silverstone-Team erlebte zu Beginn der F1-Saison 2023 eine wahre Blüte und Alonso verfügte über ein Auto, mit dem er regelmäßig Podien einfahren konnte. Doch der erste Sieg seit 2013 blieb ihm verwehrt, ehe die Performance des neureichen Rennstalls von Teambesitzer Lawrence Stroll im Laufe des Jahres wieder nachließ.
Alonso 'garantiert', dass Aston Martin Formel-1-Weltmeister wird
Im Moment belegt der Rennstall Position 7 in der Konstrukteurs-WM und hat mit der Ground-Effect-Generation schon seit der Frühphase der laufenden Formel-1-Saison abgeschlossen. Es wird der volle Fokus auf die Formel-1-Saison 2026 gelegt, wenn man offiziell zum Werksteam von Motorenpartner Honda wird.
Auch Adrian Newey, der im Winter als Managing Technical Partner dazustieß, legt seine volle technische Expertise auf die neuen Autos. Er war nur die berühmteste Personalie in einer Reihe an namhafter Neuanwerbungen, die Aston Martin in den letzten Jahren getätigt hat.
"Ich bin ziemlich überzeugt davon, [dass Aston Martin richtig aufgestellt ist, um um Siege zu kämpfen]. Die Frage ist nur wann", so Alonso. "Ich fahre die letzten Jahre meiner Karriere für dieses Team. Ich will natürlich den Erfolg des Projekts von Aston Martin selbst erleben. Aber ich weiß, dass alles Zeit benötigt, bis die Teile richtig zusammenkleben." Dass das Projekt irgendwann Erfolg haben wird, sei für ihn aber sicher: "Es ist mehr oder weniger garantiert, dass Aston Martin um die Weltmeisterschaft kämpfen und diese gewinnen wird."



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