Kein Rennen in der Formel 1 ist so umstritten wie der Monaco-GP, kaum ein Grand Prix verfügt auf der anderen Seite über eine so große Historie. Wie die Formel 1 am Freitag in Monza bekanntgab, wird der Vertrag mit dem Fürstentum und dem Automobilclub von Monaco vorzeitig um vier Jahre bis einschließlich 2035 verlängert. Erst im November 2024 hatte man sich auf einen Vertrag bis 2031 geeinigt.
Bei den Fans ist Monaco umstritten, weil es in den engen Straßenschluchten praktisch keine Überholmöglichkeiten gibt. Während die Qualifikation am Samstag ein Härtetest für die Fahrer und das Highlight des Wochenendes darstellt, ist das Rennen meist eine langweilige Prozession.
Formel-1-Boss Stefano Domenicali sieht das anders: "Es ist ein legendäres Rennen, das von allen Fahrern und Fans geliebt wird und dank seiner Lage im glamourösesten Fürstentum der Welt eine einzigartige Atmosphäre bietet."
Um etwas mehr Spannung am Rennsonntag zu kreieren, experimentierte die Formel 1 in der Saison 2025 mit zwei Pflicht-Boxenstopps. Der Schuss ging nach hinten los, die Teams nutzten die Streckencharakteristik und bremsten ihre Piloten teilweise absichtlich ein, damit ihre Teamkollegen Boxenstopps absolvieren konnten, ohne Plätze zu verlieren.
Monaco bleibt fix in der F1 - müssen aber Änderungen her?
Änderungen am mit 3,337 Kilometer kürzesten Kurs im Formel-1-Kalender sind nahezu unmöglich, weil es dafür schlicht keinen Platz gibt. Alex Wurz stellte nach der diesjährigen Ausgabe Änderungsmöglichkeiten vor, ob diese realisierbar und effektiv sind, ist aber unklar.
Seit 1950 gastierte die Formel 1 bereits 71-mal im Fürstentum. Nur in Monza wurden damit mehr F1-Rennen ausgetragen. Abgesehen von 1951 bis 1954 und 2020 (CoViD) gab es in jeder Formel-1-Saison ein Rennen auf dem Monaco Circuit.
Im Laufe der Jahre verlor das Rennen aber peu a peu Besonderheiten. Bis vor wenigen Jahren war es das einzige Wochenende im Jahr, das über vier Tage ging. Die Trainings fanden bereits am Donnerstag statt, am Freitag fuhren dafür nur die Rahmenserien. Auch finanziell genoss Monaco lange einen Sonderstatus, inzwischen wird aber auch hier ein Antrittsgage fällig.
Trotzdem ist Monaco noch immer ein spezielles Rennen im Kalender. Aufgrund der niedrigen Geschwindigkeit beträgt die GP-Distanz nicht wie sonst rund 305, sondern lediglich 260 Kilometer. Auch logistisch ist das Rennen an der Cote d'Azur einmalig, wie euch Christian im Video erklärt:



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