584 Punkte nach 15 Rennen, eine Doppelführung in der Fahrer-Weltmeisterschaft der Formel 1 und eine dabei noch größtenteils harmonische Teamdynamik. All das hat auch McLaren-Teamchef Andrea Stella zu verantworten. Zu Beginn der Saison 2023 übernahm er das Team von Andreas Seidl. Nach einem holprigen Start arbeitete sich das Team beginnend mit dem ersten Teil eines Upgrade-Pakets in Österreich immer weiter an die Spitze. Lando Norris findet, dass Stella sogar der Hauptfaktor für den Erfolg war.

Lando Norris: Stella ist der beste Teamchef der Formel 1

Besonders profitieren die Fahrer von dem Aufstieg McLarens. Lando Norris und Oscar Piastri führen die Fahrer-Wertung der Königsklasse mit großem Abstand an. Lando Norris muss nach seinem Ausfall in Zandvoort 34 Punkte aufholen. Die "Papaya-Rules" und der oft sehr freie Umgang mit den eigenen Piloten riefen besonders 2024 einige Kontroversen hervor.

Wie beispielsweise nach Strategie- und Teamorder-Wirrwarr in Ungarn 2024, oder auch bei Oscar Piastris waghalsigem Manöver in Monza 2024. Ein harmonisches Verhältnis bewahrten die beiden Piloten und das Team dennoch stets.

"Für mich war Andrea der wichtigste Teil von allem. Ich hatte im Laufe der Jahre einige verschiedene Teamchefs, aber ich glaube wirklich, dass Andrea der aufgeweckteste, menschlich verständnisvollste, aufrichtigste Mensch und der beste Teamchef ist, den man haben kann", lobt Norris seinen Teamchef.

Bevor er Teamchef wurde war Stella bereits seit 2015 in mehreren technischen Rollen aktiv. Seine Karriere in der Formel 1 startete Performance-Ingenieur bei Ferrari im Jahr 2000. Damals arbeitete er unter anderem auch mit Michael Schumacher zusammen.

Norris: Bei Stella steht der Mensch im Mittelpunkt

Doch für Lando Norris sind nicht etwa die neuen eingestellten Mitarbeiter während Stellas Amtszeit, wie beispielsweise Rob Marshall von Red Bull wichtig. Noch ist es Stellas technisches Verständnis oder seine Erfahrung in der Königsklasse. Für ihn steht sein Umgang mit Menschen im Zentrum.

"Wir haben nicht das ganze Team verändert. 99 % des Teams sind noch dieselben wie drei Jahre zuvor. Aber es ist die Person, die das Sagen hat: Andrea. Es ist seine Fähigkeit, Menschen zu verstehen, sie zusammenzubringen, zu wissen, wie sie ticken und wie man das Beste aus jedem Einzelnen herausholt", verrät Norris.

"Ich glaube, er versteht das besser als jeder andere, den ich je getroffen habe, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Rennsports. Für unseren Erfolg hat er in vielerlei Hinsicht eine wichtige Rolle gespielt. Ich werde Andrea nach dieser Saison mein Leben lang danken, denn das meiste davon ist sein Verdienst."

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