Zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen kam es beim Formel-1-Rennen in Ungarn auf der 29. Runde beinahe zu einer potenziell schwerwiegenden Kollision. In der schnellen Kurve 4 - eigentlich keine Überholstelle - stach der Red-Bull-Pilot mit einem gewagten Manöver innen gegen den Ferrari-Fahrer hinein. Der geriet neben die Fahrbahn und Verstappen nahm die Position dankend an.

Die Renn-Stewards untersuchten die Aktion. Der Vorwurf lautete, dass Verstappen Hamilton von der Strecke gedrängt habe. Nach einer Anhörung der beiden beteiligten Parteien kamen die Rennkommissare zu dem Schluss, dass kein Vergehen vorlag. Und das, obwohl sie festhielten, dass das Manöver von Verstappen "ambitioniert" gewesen sei. Als der Red Bull innen war, befand sich der Frontflügel von Verstappen gerade mal auf der Höhe des Hinterrads von Hamilton.

Max Verstappen versteht Untersuchung nicht: Hamilton war nicht einmal da

Doch es gab keine Berührung und laut Ansicht der Stewards fällt der Zwischenfall auch nicht unter die Kategorie, dass ein anderer Fahrer von der Strecke gedrängt wurde. Verstappen verstand nicht, wieso die Untersuchung überhaupt notwendig gewesen war. "Nichts ist passiert. Wir hatte nicht einmal eine Berührung, deshalb ist das für mich schwer zu verstehen", sagte der Formel-1-Weltmeister nach dem Rennen.

Auch Lewis Hamilton schien der Vorfall nach dem Rennen, das sowohl für ihn als auch für Verstappen zu einer ausgewachsenen Pleite wurde, nicht weiter zu interessieren. Er merkte nur kurz angebunden an, dass er eine Berührung verhindern wollte. Obwohl er gemeinsam mit einem Ferrari-Teamvertreter auch zu den F1-Stewards beordert worden war, tauchte er dort nicht einmal auf.

"Ich glaube nicht, dass Lewis viel dazu empfand, denn wenn er das wirklich getan hätte, dann wäre er wohl im Stewards-Raum gewesen, oder?", fühlte sich Verstappen dadurch bestätigt. Ein Ferrari-Vertreter erklärte gegenüber den Stewards das offensichtliche, nämlich dass Hamilton sich dafür entschieden habe, nicht auf der Strecke zu bleiben.

Bei den Rennkommissaren erklärte Verstappen, dass er in diesem Moment über viel Grip verfügt hatte und er sein Auto voll unter Kontrolle hatte. Dadurch hätte er locker die Innenbahn neben Hamilton halten können. Erst als er gesehen hatte, dass der Ungarn-Rekordsieger neben die Strecke gekommen war, nutzte er auch die voller Breite dieser aus. So wurde sein Statement bei den Stewards zusammengefasst.

Strafen gab es beim Rennen der Formel 1 in Ungarn aber trotzdem. Hier findet ihr sie aufgelistet.