Seit dem Belgien-Wochenende ist es fix: Max Verstappen wird auch in der kommenden Saison im Red-Bull-Cockpit sitzen. Das bedeutet wohl auch, dass sich die Mercedes-Paarung für 2026 nicht ändern wird. Die Verträge von George Russell und Kimi Antonelli laufen Ende des Jahres aus.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff meinte vor dem Rennwochenende gegenüber ORF: "Die Fahrtrichtung ist, dass wir mit George und Kimi weitermachen wollen. Das ist die erste Priorität." Fakt ist: Noch ist nichts unter Dach und Fach. Diese Hinauszögerungs-Taktik des Österreichers kennt auch Nico Rosberg nur zu gut.

Rosberg: Toto verschwindet einfach

"Toto ist schrecklich, wenn es ums Verhandeln geht, weil seine Taktik darin besteht, zu verschwinden. George wird versuchen, Toto zu schreiben, um ihn zum Handeln zu bewegen, oder was auch immer, und Toto wird verschwinden", erklärte der Deutsche. Der Weltmeister von 2016 kann aus eigener Erfahrung nachvollziehen, wie es George Russell aktuell geht.

Trotz aller Gerüchte präsentierte sich George Russell immer wieder voller Selbstvertrauen, wenn es um seinen Vertrag bei Mercedes ging. Mehr dazu hier:

"Ich erinnere mich aus meiner Zeit, dass das sein Stil war, einfach zu verschwinden, nicht zu antworten und schwer erreichbar zu sein. Und das ist schrecklich, weil man denkt: Komm schon!", erzählte Rosberg, während er für Sky den Belgien-Grand-Prix kommentierte. Als Rennfahrer sei diese Situation einfach nur frustrierend. "Du kannst nichts machen, außer einen Weg zu finden, Toto über den Weg zu laufen", stellte Rosberg klar.

Der 40-Jährige fuhr von 2010 bis 2016 für Mercedes, zuerst an der Seite von Michael Schumacher, danach als Teamkollege von Lewis Hamilton. Dieser scheint mit Wolffs Verhandlungstaktik kein Problem gehabt zu haben. Als Kimi Antonelli bei der FIA-Pressekonferenz in Spa-Francorchamps nach seiner Zukunft bei Mercedes gefragt wurde, schaltete sich Hamilton ein und meinte zu Antonelli: "Ich kann dir bei dem Vertrag helfen. Ich weiß, wie man mit Toto verhandelt."

Brundle über Antonelli: Mercedes hat Fehler gemacht

Hamilton gilt als harter Verhandlungspartner, allerdings hat er als siebenfacher Formel-1-Champion ein anderes Standing als der 18-jährige Rookie. Zudem steckt Antonelli aktuell in einem Formtief fest. Nach zwei DNFs konnte er auch beim Belgien-GP nicht zurückschlagen. Im Sprint-Qualifying, Sprint und Qualifying gehörte der Rookie zu den Schlusslichtern, im Rennen belegte er den 16. Platz. "Es ist nicht schwer zu erkennen, dass er den Druck auf seinen sehr jungen Schultern spürt", schrieb Martin Brundle in seiner Sky-Kolumne.

Für den Briten war es seitens Mercedes ein Fehler, Antonelli so jung in die Formel 1 zu holen. Trotzdem wird der junge Italiener wohl auch 2026 im Mercedes sitzen, denn das Team hat zu viel in seine Karriere investiert, um ihn nach nur einem Jahr wieder gehen zu lassen. "Er hat Glück, denn er ist im Team quasi eine geschützte Spezies und muss nicht wie ein Red-Bull-Youngster um seine Karriere bangen. Aber ich vermute, dass er der Sommerpause regelrecht entgegenfiebert", so Brundle.

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