Oscar Piastri schlägt im zweiten Formel-1-Training in der Wand ein, fährt dann aber trotzdem auf die zweite Position. Ferrari gibt aber mit zwei Bestzeiten am Freitag den Ton an. Nach seiner Bestzeit in FP1 ist Charles Leclerc auch im zweiten Training auf seiner Heimstrecke in Monaco der schnellste Fahrer. Nur Piastri und Lewis Hamilton können mit ihm Schritt halten.

Das Ergebnis: Charles Leclerc umrundete den Circuit de Monaco in einer Zeit von 1:11,355 Minuten und sorgte damit für die schnellste Zeit des Tages. Oscar Piastri legte früh in der Session nach einem Verbremser einen Unfall in Kurve 1 hin, was ihn jedoch nicht daran hinderte, kurz vor Schluss noch knapp hinter Leclerc die zweitschnellste Zeit hinzulegen. Hamilton verlor eine Zehntelsekunde auf seinen Teamkollegen. Platz 4 belegte Lando Norris schon mit etwas Respektabstand von drei Zehntelsekunden.

Die Racing Bulls zeigten im zweiten Formel-1-Training in Monaco eine starke Performance und reihten sich mit Liam Lawson und Isack Hadjar auf P5 und P6 ein. Fernando Alonso, Alex Albon und Andrea Kimi Antonelli sicherten sich die Plätze P7 bis P9. Red Bull erwischte einen schwachen Nachmittag und kam nicht über die Ränge 10 (Max Verstappen) und 11 (Yuki Tsunoda) hinaus. Nico Hülkenberg beendete den Trainingsfreitag auf der 16. Position.

Formel 1 in Monaco: Oscar Piastri mit Unfall, Isack Hadjar crasht doppelt

Die Zwischenfälle: Isack Hadjar sorgte schon nach sieben Minuten für die erste rote Flagge der Session. In der Hafenschikane nahm er innen die Bande mit dem linken Hinterrad mit, das daraufhin kaputtging. Nachdem er kurz stoppte, rollte der Racing-Bull-Fahrer zurück an die Box. Die Reparaturen kosteten ihn nur wenige Minuten.

Für die zweite Rot-Phase zeichnete sich der WM-Führende verantwortlich. Oscar Piastri krachte in Minute 19 nach einem Verbremser in Sainte Devote frontal in die Wand. Der Frontflügel ging dabei zu Bruch. Nach einem Tausch konnte der McLaren-Fahrer aber ohne große Schäden weitermachen.

Für Hadjar blieb es nicht bei einem Einschlag in diesem Training. Etwas mehr als zehn Minuten vor dem Ende der Session schlug er nochmal mit dem Heck an – diesmal in Kurve 1 - und zerstörte sich dabei die Hinterradaufhängung, eine rote Flagge gab es diesmal aber nicht. Max Verstappen verbremste sich kurze Zeit später in Mirabeau und hatte ursprünglich Probleme damit, sein Auto in den Rückwärtsgang zu bekommen, ehe er diesen dann doch fand und weiterfahren konnte.

Wie üblich in Monaco dominierten Verkehrsprobleme den Funkverkehr. Verstappen klagte einmal darüber, dass ihm Gabriel Bortoleto im Weg stand, Liam Lawson ärgerte sich über Lewis Hamilton in der Haarnadel. Fernando Alonso klagte darüber, dass zahlreiche andere Fahrer die Hafenschikane verpassten und ihn das irritiere.

Das Wetter: Strahlender Sonnenschein begrüßte die Formel 1 in Monaco. 23 Grad Celsius Lufttemperatur wurden zu Sessionbeginn von FP2 gemessen, was 41 Grad Streckentemperatur zur Folge hatte. Im Laufe des Trainings kühlte es etwas ab.