Strafversetzung für Lance Stroll beim Monaco GP 2025: Der Aston-Martin-Pilot muss beim Saisonhighlight der Formel 1 in der Startaufstellung eine Position nach hinten. Das entschieden die Stewards nach dem 1. Freien Training, in dem der Kanadier eine Kollision mit Charles Leclerc verursacht hatte.

Nach nur wenigen Minuten kollidierten die beiden bei der Zufahrt auf die Fairmont-Haarnadel. Leclerc befand sich auf einer schnellen Runde, während Stroll für andere Fahrer Platz machte und schließlich zurück auf die Idealline fuhr, um für die engste Kurve im F1-Kalender auszuholen. Dabei fuhr er Leclerc direkt vors Auto, der Ferrari-Pilot konnte den Auffahrunfall nicht mehr verhindern.

Leclerc beschädigte sich dabei den Frontflügel, konnte aber zurück an die Box schleichen. Auch Stroll kam aus eigener Kraft zurück, konnte das Training anschließend aber nicht mehr aufnehmen. Beim Aufprall wurde ein Querlenker und der Unterboden beschädigt. Weil in der Haarnadel einige Trümmerteile lagen, musste die Session für wenige Minuten unterbrochen werden.

Stroll/Leclerc-Crash: Funk oder Funkspruch das Problem?

"Obwohl ihn das Team davor gewarnt hatte, dass Leclerc ankam, gab Stroll an, den Funkspruch nicht gehört zu haben, was schließlich zu dem Unfall führte", heißt es im Urteil der Stewards. Dabei handelte es sich offenbar nicht um technische Funkprobleme, wie sie in den Straßenschluchten des Fürstentums oftmals vorkommen. "Unser Funkspruch war nicht eindeutig genug", verriet Teamchef Andy Cowell.

"Antonelli und Leclerc sind hinter dir, beide möglicherweise auf schnellen Runden", hieß es am Funk. "Antonelli pusht definitiv", so Renningenieur Gary Gannon direkt hinterher. Anschließend gab es für Stroll den Countdown, um rechtzeitig für Antonelli Platz zu machen. Danach hieß es, dass Leclerc und Hülkenberg von hinten kommen. Stroll ging trotzdem zurück auf die Ideallinie.

"Unserer Ansicht nach trägt Stroll die gesamte Schuld an der Kollision. Leclerc konnte die Kollision nicht verhindern", schreiben die Stewards in ihrem Urteil. Zusätzlich zur Startplatzstrafe gibt es noch einen Strafpunkt. Lance Stroll steht damit bei drei Strafpunkten im Zeitraum von zwölf Monaten.

Besonders bitter ist die Strafe, weil Überholen in Monaco als nahezu unmöglich gilt. Kommt Stroll aber vielleicht eine neue Regel entgegen? Christian erklärt euch im Video, welche Auswirkungen die zwei verpflichtenden Reifenwechsel auf das Rennen in Monaco haben könnten.

Droht das große Monaco-Chaos? Neue F1-Regel sorgt für Wirbel! (09:23 Min.)