Nach seiner starken Miami-Performance samt Sprint-Pole konnte Kimi Antonelli den Trend beim Europa-Auftakt der Formel 1 in Imola nicht fortsetzen. Der Italiener schied bei seinem Heimspiel nach 44 Runden mit einem Defekt aus. "Es war zumindest einfach die Gründe herauszufinden, die zum Problem geführt haben", erklärt Mercedes-Chefingenieur Andrew Shovlin.

Bei Antonelli gab es "ein Problem mit den Drosselklappen. Wir haben am Auto gesehen, dass er hin und wieder kein Vollgas geben konnte", so die Beobachtungen von Mercedes in Imola. Während des Rennens können die Sensoren zwar neu kalibriert werden, doch Shovlin mahnt: "Letztendlich ist es ein großes Sicherheitsproblem, wenn die Drosselklappe nicht richtig funktioniert."

Mit dem Fehler war es für Antonelli nicht möglich, seinen Wagen über die Distanz zu bringen. "Was ihn tatsächlich gestoppt hatte, war das Programm des Autos, das erkannt hatte, dass zu viel falsch lief und das Gassignal unterbrach." Deshalb blieb dem Rookie nichts anderes übrig, seinen W16 nach der Tosa-Kurve abzustellen – und damit sein Heimrennen vorzeitig zu beenden. Der Ausfall des Italieners führte zu einer Safety-Car-Phase, die das Rennen nochmals spannend machte.

Mögliches Formel-1-Aus in Monaco wegen gleicher Ursache?

Mercedes-Fahrer Kimi Antonelli im Parc Ferme
Ob die Imola-Probleme bei Kimi Antonelli auch in Monaco auftreten, ist unklar, Foto: IMAGO / IPA Sport

Bei Mercedes kann man derzeit nicht gelassen sein, denn: "Wir sind noch nicht bis zum Ursprung durchgedrungen", teilt Shovlin den Stand der Untersuchungen mit. Am kommenden Wochenende ist Antonellis Bolide erneut beim Monaco-GP gefordert.

Insbesondere inmitten des zweiten Triple-Headers der Saison mit Imola, Monaco und Barcelona bleibt wenig Zeit, das Auto ausgiebig zu durchleuchten. Zumindest das fehlerhafte Bauteil war umgehend nach dem Emilia-Romagna-GP auf dem Weg zum Firmensitz nach Brackley und wurde tiefergehend untersucht.

Trotzdem kann das Problem noch nicht als abgehakt gelten. Muss Antonelli deshalb im Fürstentum seinen zweiten Ausfall fürchten? Shovlin beruhigt: "Die Untersuchungen gehen weiter und das [Problem, Anm. der Red.] bis Monaco zu lösen, sollte normalerweise nicht allzu schwer sein. Es kann aber sein, dass wir für zukünftige Rennen das Design ändern."

Wie Kimi Antonelli ging auch Aston-Martin-Pilot Fernando Alonso in Imola leer aus. Der Spanier war im Rennen wie vom Pech verfolgt und nannte sich den unglücklichsten Fahrer der Welt. Sieht das auch Christian Danner so? Hier der F1-Experte im Video:

Alonso unglücklichster F1-Fahrer? Danner: Wenigstens motiviert! (03:55 Min.)