Die Formel 1-Saison 2025 hat Fahrt aufgenommen – fünf Rennen in sechs Wochen inklusive Triple-Header. Für einen Rookie keine einfache Aufgabe, umso mehr genoss es Gabriel Bortoleto vor dem Miami-Wochenende kurz die Batterien aufzuladen. "Besonders nach einem Triple-Header ist eine Pause super wichtig – nicht nur, um neue Energie zu tanken, sondern auch um darüber nachzudenken, wie es gelaufen ist", erzählte der 20-Jährige.
Der Brasilianer nutzte die Pause, um Zeit mit der Familie zu verbringen, aber auch um sich im Simulator optimal auf das Miami-Wochenende vorzubereiten. "Ich habe einen ganzen Tag im Simulator verbracht und bin so viele Runden in so vielen verschiedenen Bedingungen wie möglich gefahren. Es gibt viele Fahrer, die diesen Kurs nicht mögen. Im Simulator fühlte er sich nicht schlecht an, aber erst wenn ich auf ihm gefahren bin, kann ich sagen, wie er sich wirklich anfühlt."

Bortoleto: Fehler passieren, wenn man zu viel will
Das Layout des 5,412 km langen Miami International Autodrome erfordert einen Kompromiss zwischen geringem aerodynamischem Abtrieb auf den Geraden und guter Stabilität in den langsameren Kurven. Da es sich um ein Sprint-Wochenende – das zweite in dieser Saison – handelt, bleibt Bortoleto nicht viel Zeit, um sich auf die für ihn neue Strecke einzuschießen. "An einem Sprint-Wochenende muss man immer etwas aggressiver an das Wochenende herangehen, weil man nicht so viel Zeit hat. Man hat nur das erste Training, um Vertrauen zum Auto und zur Strecke aufzubauen und infolgedessen gleich eine gute Leistung abrufen zu können", erklärte der Sauber-Pilot.
Gleichzeitig ist ihm bewusst, dass die großen Punkte im Rennen am Sonntag zu holen sind. Dafür braucht es im Vorfeld ein ideales Qualifying, vor allem für ein Team wie Sauber, das zu kämpfen hat, ins Q2 zu kommen. "Die Top-Teams kommen ganz einfach ins Q2 und Q3. Wir müssen sehr gute Runden hinlegen, um das Maximum herauszuholen. Und genau wenn man versucht, diese sehr guten Runden zu fahren, passieren manchmal Fehler", erklärte Bortoleto. Genau das sei zuletzt in China und Saudi-Arabien passiert.
"Wenn man zu viel will, kann man Fehler machen. Man darf es nicht übertreiben, sondern muss einfach ruhig bleiben und die Runde fehlerfrei zusammenbekommen", so der 20-Jährige. Vier Qualifyings in Serie lag Teamkollege Nico Hülkenberg vorne, doch die Zeiten im Qualifying sind stark gestreut. Beide Sauber-Fahrer hadern momentan damit, sich an ein ihnen unbekanntes und schwieriges Auto anzupassen.
Dass es im internen Qualifying-Duell 4:2 für seinen Teamkollegen steht, sieht er gelassen. "Ich konnte weder in Bahrain noch in Jeddah im Qualifying eine saubere Runde fahren. Das war ein Problem. Meine Rennpace war ähnlich wie die von Nico. Wir hatten auch unterschiedliche Strategien in den Rennen, deshalb ist es sehr schwierig, einen Vergleich zu ziehen. Es ist nicht zu 100 Prozent das Gleiche. Aber Nico ist ein sehr erfahrener Fahrer, von dem ich immer etwas lernen kann", erklärte Bortoleto.
Für Formel-1-Experte Christian Danner ist Gabriel Bortoleto der beste Rookie 2025. Warum? Das erkärt Danner im Video.



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