Die Formel 1 hat vor der Sommerpause den ersten Low-Downforce-Test absolviert. Der Circuit de Spa-Francorchamps verlangt mit seinen langen Geraden viel Höchstgeschwindigkeit, trotz eines kurvenreichen zweiten Sektors. McLaren war dennoch konkurrenzfähig. Die Schwäche aus dem vergangenen Jahr konnten die Papayas zumindest zum Teil beheben. Teamchef Andrea Stella erklärt: 2025 soll das Problem vollständig behoben sein.

Stella: Das F1-Auto macht, was wir wollen

Im vergangenen Jahr hatte McLaren auf Strecken mit wenig Abtrieb noch deutliche Probleme. In Spa machte das Team einen klaren Rückschritt, genau dasselbe passierte in Monza. Auf den Geraden war der McLaren nicht konkurrenzfähig genug. Die anderen Teams mit ähnlicher Pace fuhren spielend an Lando Norris und Oscar Piastri vorbei. Lando Norris beendete den Belgien Grand Prix damals auf Position sieben. In Monza wurde er als bestplatzierter McLaren sogar nur achter.

2024 schien das kein großes Problem mehr zu sein, immerhin beendete Norris das Rennen trotz schlechtem Start noch auf Position fünf, während Oscar Piastri mit ein paar Runden mehr das Rennen sogar hätte gewinnen können.

"Ich denke, wir haben ungefähr 50 Prozent des Problems behoben. Wir haben ein Auto in einer guten Position. Es tut, was wir wollen, vor allem in Bezug auf das aerodynamische Verhalten", erklärt McLaren-Teamchef Andrea Stella. Dennoch: Ein Monster auf den Geraden ist der MCL38 noch lange nicht.

Technik-Details: McLaren
Wie viele andere Teams brachte auch McLaren einen speziellen Heckflügel nach Spa, Foto: Motorsport-Magazin.com

"Aber wir haben bis jetzt noch nicht so viel bei wenig Luftwiderstand getestet. Es ist für mich von daher nicht überraschend, dass wir in Belgien nicht so konkurrenzfähig wie in Ungarn waren", so Stella. Zwar waren Lando Norris und Oscar Piastri auf den Geraden konkurrenzfähiger, dafür waren sie in den Kurven jedoch nicht mehr so dominant wie noch auf dem Hungaroring.

"Egal ob mit etwas mehr oder weniger Top-Speed, im zweiten Sektor haben wir immer Zeit verloren. Wenn wir die Höchstgeschwindigkeit steigern möchten, müssen wir einiges an Grip aufgeben", erklärt Stella.

McLaren will 2025 auch auf den Geraden angreifen

2025 soll das der Vergangenheit angehören. So zumindest der Plan. McLaren will den Luftwiderstand des MCL38 verringern. So müssten die Papayas auf Strecken wie Spa nicht mehr ihre Höchstgeschwindigkeit für ihre Kurvengeschwindigkeit opfern.

"Ich hoffe, dass wir in der Zukunft, vielleicht nächstes Jahr in Belgien, das effizienteste Auto haben", so Stella. Bei der Entwicklungsrate des McLaren in den vergangenen zwei Jahren scheint das nicht unrealistisch.