Max Verstappen und Red Bull Racing meldeten sich im 1. Freien Training zum Belgien GP 2024 eindrucksvoll zurück. Nach einem durchwachsenen Ungarn GP fuhr Verstappen beim Auftakt in Spa die überlegene Trainingsbestzeit. Mit 1:43,372 Minuten brummte der Weltmeister der Konkurrenz auf der 7,004 Kilometer langen Strecke mehr als eine halbe Sekunde auf. Allerdings ist nun auch sicher, dass Verstappen in der Spa-Startaufstellung zehn Plätze nach hinten muss [siehe Absatz 'Die Strafen'].
Das Ergebnis: Während die Teams zu Beginn der Session teilweise auf Medium und teilweise auf Hard trainierten, waren sich beim zweiten Reifensatz alle einig. Die Bestzeit wurden allesamt auf den Soft-Reifen gefahren. Darauf war Verstappen gut eine halbe Sekunde schneller als Oscar Piastri im McLaren.
Auf Platz drei schaffte Alexander Albon mit etwas mehr als sieben Zehntel Rückstand eine kleine Überraschung. Der Williams-Pilot ließ das Mercedes-Duo George Russell und Lewis Hamilton hinter sich. Auf Rang sechs reihte sich Charles Leclerc im ersten Ferrari vor Sergio Perez ein. Lando Norris, Carlos Sainz und Lance Stroll komplettierten die Top-10.
Das Haas-Duo Nico Hülkenberg und Kevin Magnussen kam im 1. Training noch nicht in Schwung. Mit mehr als zwei Sekunden Rückstand landete Hülkenberg auf Platz 17, Teamkollege Magnussen einen Platz dahinter. Nur Sauber-Pilot Zhou Guanyu war langsamer. Esteban Ocon konnte keine gezeitete Runde setzen [siehe Absatz 'Die Technik'].
Die Zwischenfälle: Daniel Ricciardo sorgte für die einzige kurze Gelb-Phase der Session. Der Australier ging am Ausgang von Kurve eins etwas zu früh aufs Gas und drehte sich nach innen weg. Nur knapp konnte Ricciardo einen Einschlag in die Boxenmauer verhindern.
Die Technik: Fast alle Teams brachten spezielle Aero-Pakete mit kleineren Flügeln für die Ardennenachterbahn. Nur Red Bull, Aston Martin und Williams hatten keine neuen Teile im Gepäck. Mercedes, Alpine und Sauber hatten über die Strecken-spezifischen Änderungen hinaus noch neue Teile an ihren Autos montiert.
Ärger mit der Technik hatte Esteban Ocon. Der Franzose konnte im Training nur eine Outlap fahren. Das Team diagnostizierte ein Wasserleck an seinem Auto und riskierte deshalb kein weiteres Outing. Zuvor hatten die Mechaniker einen neuen Motor ins Heck des Alpine A524 mit der Startnummer 31 gebaut.
Die Strafen: Seit geraumer Zeit steht fest, dass Max Verstappen Motor Nummer fünf in der Formel-1-Saison 2024 benötigt und deshalb an einem Punkt in der Startaufstellung zurück muss. Im Spa-Training war es soweit: Das neue Aggregat wurde bereits eingebaut, die Strafversetzung um 10 Plätze ist nun amtlich. Noch weiter hinter muss Yuki Tsunoda: Der Racing-Bull-Pilot bekam gleich mehrere neue Motorkomponenten und muss ans Ende des Feldes.
Das Wetter: Nach Nieselregen und Nebel am Morgen setzte sich im Verlauf des Vormittags immer mehr die Sonne durch. Die Bedingungen für das 1. Freie Training waren bei 22 Grad Luft- und sogar etwas mehr als 40 Grad Asphalttemperatur perfekt. Für das 2. Freie Training heute werden ähnliche Bedingungen erwartet, am Qualifying-Tag morgen soll es regnen.
Strafe hin oder her: Verstappen hat sich für den halben Heim-GP viel vorgenommen. Womit er NICHT zufrieden wäre, erzählt euch Christian im Video:



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