Das 24h-Rennen auf dem Nürburgring bietet 2026 eine sagenhafte Leistungsdichte im Spitzenfeld. Ein Sieg wird für Debütant Max Verstappen und seinen Kollegen im Winward-Mercedes-Lager da sicher nicht leicht. Denken auch die Redakteure von Motorsport-Magazin.com.
Die Auswahl an potenziellen Siegkandidaten ist schließlich gigantisch. 22 GT3-Autos sind in der "PRO"-Unterklasse genannt, also nur mit Profi-Rennfahrern besetzt. Den Großteil dieser Autos kann man getrost in eine Favoritenliste packen. Das komplette Feld gibt es hier:
Letztendlich kann trotzdem nur einer gewinnen. Die Motorsport-Magazin.com-Redakteure Robert Seiwert, Markus Steinrisser, Florian Niedermair und Louis Budweg wagen sich also an Prognosen. So viel vorweg - Mercedes #3 mit Verstappen, Lucas Auer, Jules Gounon und Daniel Juncadella ist unter den Tipps. Aber nicht für alle Favorit Nummer eins.
Das sind die 24h-Nürburgring-Favoriten der MSM-Redakteure
Robert Seiwerts Siegertipp: #80 Winward Mercedes-AMG GT3 (Engel/Stolz/Martin/Schiller) - Bei allem Hype um Max Verstappen geht der zweite Mercedes von Winward Racing ziemlich unter. Schade, denn der #80 AMG-GT3 ist mindestens genauso stark besetzt wie der Verstappen-Mercedes. Eigentlich habe ich nur einen Wunsch: In den letzten Rennrunden will ich Maro Engel gegen Verstappen im Kampf um den Sieg sehen.

Noch genau zehn Jahre später erinnern sich viele Fans an Maros Überholmanöver gegen seinen damaligen Streckengegner und heutigen Winward-Teamchef, Christian Hohenadel - in der letzten Runde! Eiskalt und mit Kontakt auf der GP-Strecke vorbei. Ein epischer Move, der sowas von in die Hose hätte gehen können, es aber nicht tat und Engel einen Platz in den Geschichtsbüchern sicherte. Ich bin mir sicher: Gegen Verstappen würde er mindestens so 'entschlossen' zu Werke gehen.
Markus Steinrissers Siegertipp: #84 Abt Lamborghini Huracan GT3 (Engstler/Bortolotti/Niederhauser) - Ich lehne mich einmal ein bisschen weiter aus dem Fenster, warum nicht? In diesem Rennen kann, wie wir wissen, sowieso alles passieren. Gut, bislang hat Lamborghini auf der Nordschleife keine gute Bilanz, aber: Das Team hat inzwischen Erfahrung mit dem Auto hier, fuhr NLS, fuhr natürlich auch letztes Jahr mit zwei Autos, war dieses Jahr in den Qualifiers schnell.
Damit ist der altehrwürdige Huracan wohl 2026 so gut aussortiert wie noch nie. Ein älteres Auto muss bei diesem 24h-Rennen mit seinen unzähligen technischen Eigenheiten kein Nachteil sein. Und letztes Jahr zeigte der Huracan sowieso endlich mit dem Sieg in Spa, dass er 24 Stunden kann. Mirko Bortolotti und Luca Engstler saßen übrigens auch bei dem Spa-Sieg im Auto...

Louis Budwegs Siegertipp: #3 Winward Mercedes-AMG GT3 (Verstappen/Auer/Gounon/Juncadella) - Es gibt dieses Jahr so viele Favoriten! Zum 30-jährigen Manthey-Jubiläum wäre ein Grello-Sieg eine riesige Story, auch der #16 Scherer-Audi ohne Werksunterstützung könnte eine große Geschichte schreiben. Gleichwohl könnte das auch Rowe-BMW #1 mit einer Titelverteidigung. Doch ich glaube, wir bekommen in diesem Jahr die größtmögliche Story von allen: Der #3 Winward-Mercedes mit Max Verstappen, Daniel Juncadella, Jules Gounon und Lucas Auer wird die 54. Ausgabe der 24 Stunden auf dem Nürburgring gewinnen!
Dass die Pace da ist, hat bereits NLS 2 gezeigt. Dort machte eine Disqualifikation dem Team einen Strich durch die Rechnung, bei den 24h-Qualifiers war es ein Frontsplitter-Schaden. Doch die Pace, und das ist das Entscheidende, war immer da. Bewältigen Verstappen und das Team die 24 Stunden also ohne größere technische Probleme, traue ich ihnen alles zu: auch den Sieg.
Florian Niedermairs Siegertipp: #3 Winward Mercedes-AMG GT3 (Verstappen/Auer/Gounon/Juncadella) - Man darf mir jetzt gerne vorwerfen, dass ich auf den Hype-Zug aufspringe. In Ordnung. Aber wir müssen mal ungeachtet des Tummels rund um Max Verstappen die allgemeine Fahrerpaarung unter die Lupe nehmen. Da ist keine Schwachstelle dabei, drei absolute GT3-Asse in Form von Jules Gounon, Lucas Auer und Daniel Juncadella. Und dann auch noch der wohl beste Rennfahrer der Welt, der nun schon mehrfach bewiesen hat, dass er auch unter den Sportwagen-Piloten und vor allem auf der Nordschleife zu den absolut schnellsten zählt.
Mit etwas mehr Glück oder Regelkunde hätte dieses Auto schon mindestens ein gut besetztes NLS-Rennen in dem Jahr gewonnen. Sieg-Garantien gibt es bei den 24 Stunden am Nürburgring natürlich nie, egal ob man jetzt Verstappen, Estre oder wie auch immer heißt. Aber unter allen Sieganwärtern sprechen nur bei wenigen Autos fahrerseitig so viele Argumente für eine realistische Siegchance wie beim Auto mit der Nummer 3.

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