Der letzte Akt einer Ära: Am 15. und 16. August endet mit dem London E-Prix nicht nur die Formel-E-Saison, sondern auch die Laufbahn des Porsche 99X Electric. Mit bislang fünf WM-Titeln ist der vollelektrische Rennwagen schon jetzt das erfolgreichste Modell der dritten Formel-E-Fahrzeuggeneration [GEN3] – und der erfolgreichste Formelsportler der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG. Nach dem vorzeitigen Gewinn der Hersteller-Weltmeisterschaft beim Tokyo E-Prix Ende Juli kämpft die Stuttgarter Sportwagenschmiede noch um zwei weitere Titel: Der 31-jährige Sigmaringer Pascal Wehrlein liegt als Dritter in der Fahrerwertung nur fünf Punkte zurück; Spitzenreiter Jake Dennis aus England pilotiert für das Porsche-Kundenteam Andretti ebenfalls einen 99X Electric.

In der Team-WM geht das werkseigene Porsche Formel-E-Team mit einem Rückstand von 14 Punkten ins Finale [Platz 2]. In dieser Wertung zählen auch die Punkte von Wehrleins Teamkollegen Nico Müller aus der Schweiz, der rechnerisch mit 44 Punkten Rückstand ebenfalls noch Chancen hat. Aufgrund der Rückstände kann Porsche beide Titel allenfalls im zweiten London-Rennen am Sonntagnachmittag gewinnen.

Historische Lackierung des Formel E Porsche in London
Der Porsche 99X Electric in historischer Lackierung, Foto: Porsche AG

Historischer Look in Anlehnung an Erfolge der 80er-Jahre

2026 feiert Porsche 75 Jahre Motorsport – eine Geschichte, die 1951 mit dem Porsche 356 SL und einem Klassensieg in Le Mans begann. Am Wochenende, wenn der 99X Electric seine letzten Rennen bestreitet, feiert die Marke ihr Rennsportjubiläum mit einer historischen Folierung. Das Design greift die Farbgebung und Gestaltung verschiedener erfolgreicher Porsche-Rennfahrzeuge der 1980er-Jahre auf. Dazu zählt der Porsche 959, der 1986 die Rallye Paris–Dakar gewann. Auf der Rundstrecke feierten der Porsche 956 und der Porsche 962 C die größten Erfolge: Je zweimal holten die beiden weiß-blauen Gruppe-C-Sportprototypen den Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans [1982 und 1983 sowie 1986 und 1987].