Insgesamt 70 Runden brachte Alpine am Freitag in Belgien zustande. Esteban Ocon schnappte sich in FP2 gar Position sieben vor Sergio Perez und Lewis Hamilton. Allerdings: 46 der 70 Runden kommen von Pierre Gasly, nur 24 Runden von Ocon. Der hatte in FP1 mit einem Wasserleck zu kämpfen und konnte kaum fahren. Das Team hingegen kämpfte abseits der Strecke. Teamchef Bruno Famin tritt von der Rolle des Teamchefs zurück. Alpine steigt ab 2026 als Motoren-Hersteller aus.
Alpine mit F1-Upgrades wieder einen Schritt nach vorne?
So groß das Alpine-Beben abseits des Asphalts auch war, die Performance auf der Strecke stoppte sie nicht. Mit Platz sieben scheint Alpine in Belgien konkurrenzfähig, nur ob das am Samstag so bleibt, ist noch nicht ganz sicher. Besonders auf der Geraden im ersten Sektor verlor Pierre Gasly kaum Zeit, im Gegenteil. Gasly fehlte nur eine Hundertstelsekunde auf die Sektorenbestzeit.
Hat Alpine womöglich den Motor schon früh aufgedreht oder war mit weniger Sprit unterwegs? "Unsere Versuche mit wenig Benzin sahen vielversprechend aus. Nur unsere Long runs brauchen noch ein paar Anpassungen", so Ocon. Der Franzose fürchtet damit keinen Rückstand im Qualifying, sondern eher im Rennen.
"Wir haben viele Informationen mit beiden Autos gesammelt, das müssen wir uns anschauen und überprüfen, was funktioniert und was nicht", so Ocon. Dabei wären mit einem sauberen FP1 wohl noch mehr Daten drin gewesen. "Wir hatten heute Morgen mit einem Wasserleck zu kämpfen, das hat das Team repariert."
Müssen Performance von F1-Updates verstehen
Und Pierre Gasly? Der belegte Platz 15. "FP1 war gut, aber wir hatten einige kleine Probleme im zweiten Training, was unsere Performance etwas verschleiert hat", erklärt Gasly.

Sollte Alpine in Belgien tatsächlich einen Performance-Sprung gemacht haben, käme das jedoch nicht von ungefähr. Insgesamt fünf Änderungen hat das Team am A524 vorgenommen, die meisten davon Streckenspezifisch. Lediglich am Frontflügel hat das Team etwas dauerhaft verändert. Das Profil der Flaps wurde etwas überarbeitet.
"Wir haben einige Updates gebracht und es ist wichtig für uns, ihre Performance zu entfalten und zu verstehen", so Gasly. Ein Schritt nach vorne in Spa, trotz Motorennachteil wäre für das Team jedenfalls ermutigend. Vielleicht eine dringend nötige ermutigende Nachricht nach einem durchaus turbulenten Freitag.



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