Motorsport-Magazin.com Plus
Formel 1

Max Verstappen nach WM-Titel: In der Formel 1 alles erreicht

Red-Bull-Pilot Max Verstappen hakt mit dem Weltmeister-Titel in der Formel 1 das letzte große Karriereziel ab. Pflicht gemeistert, jetzt kommt die Kür.
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - Max Verstappen lässt nach dem Gewinn der Formel-1-Weltmeisterschaft in Abu Dhabi seinen Emotionen freien Lauf. Der Red-Bull-Pilot verrät: Für sich selbst hat er nun in der Königsklasse alles erreicht, was er jemals wollte.

Alles was jetzt kommt ist Bonus

"Es war die letzte Errungenschaft, die ich in der Formel 1 erreichen wollte. Alles was jetzt noch kommt, ist für mich ein Bonus", verriet der Niederländer in der Pressekonferenz nach seinem zehnten Saisonsieg in Abu Dhabi.

Die ersten Ziele, die sich der Sohn von Ex-Benetton-Pilot Jos Verstappen gesteckt hatte, waren bereits seit Jahren abgehakt. "Unser erstes Ziel war es, in die Formel 1 zu kommen und das zweite dann, dort ein Rennen zu gewinnen", erzählte er.

2015, nach lediglich einem Jahr in Nachwuchs-Formelserien gelang Verstappen bei Toro Rosso der Einstieg in die Königsklasse, nur etwa eine Saison später hakte er auch das zweite Ziel auf seiner Liste ab, indem er bei seinem ersten Red-Bull-Rennen den GP von Spanien für sich entschied.

Verstappen macht nicht den Rosberg

Das weckt natürlich Erinnerungen mit Nico Rosberg, der sich 2016 zum Champion krönte und damit als letzter F1-Fahrer Lewis Hamilton besiegen konnte. Auch er hatte die WM als großes Lebensziel auserkoren und beendete wenige Tage später seine Karriere.

Beim ersten 25-Jährigen Verstappen wird das aber definitiv nicht so kommen. "Ich werde natürlich weiterfahren, aber was die Erfolg angeht, habe ich alles erreicht, was ich wollte", so der erste niederländische Weltmeister und Grand-Prix-Sieger.

Lob für Honda: Haben immer daran geglaubt

An das Karriereziel von Max Verstappen selbst knüpft auch der Triumph von Honda an. Ausgerechnet beim letzten Rennen des japanischen Herstellers erlöste Verstappen den Motor-Lieferanten, der seit seinem Wiedereinstieg in die Formel 1 2015 ein paar harte Jahre durchmachen musste, und nach sieben Saisons in der Königsklasse nun auch mit dem Titel belohnt wurde.

Während der Motor der Japaner zu McLaren-Zeiten noch als GP2-Engine verschrien wurde, war er in dieser Saison phasenweise auf einem Niveau mit Mercedes und war sogar deutlich langlebiger als die Power-Unit der Silberpfeile. Verstappen freute sich über Hondas Aufholjagd in den letzten Jahren: "Es ist eine echte Geschichte, die zeigt, dass man niemals aufgeben und immer pushen soll. Jeder im Team hat mir gesagt, dass wir das zusammen schaffen können, wir mussten nur daran glauben und sie haben daran geglaubt."

Berufung ausständig

Eine Sache gefährdet den WM-Triumph von Verstappen allerdings noch: Mercedes kündigte am Sonntag nach zwei abgelehnten Protesten einen Einspruch gegen die Entscheidung der Stewards im Zusammenhang mit der Safety-Car-Prozedur beim finalen Restart einzulegen. Theoretisch könnte ihm deshalb der Titel noch entrissen werden.


Weitere Inhalte: