Motorsport-Magazin.com Plus
Formel 1

Formel 1, RTL kürzt Saudi-Arabien vorzeitig: Ende nur auf n-tv

RTL zeigte mit Saudi-Arabien das letzte Mal für 2021 Formel 1. Aber nicht in voller Länge: Ende wegen Jauch-Abschied auf n-tv. 2 Millionen bei Höhepunkt weg
von Markus Steinrisser

Motorsport-Magazin.com - Vier Formel-1-Rennen gab es 2021 noch in Deutschland auf RTL im Free-TV. Aus denen wurden ausgerechnet beim vorletzten GP des Jahres in Saudi-Arabien aber knappe dreieinhalb - denn der Sender entschloss sich, das durch zwei rote Flaggen deutlich über den geplanten Zeitrahmen hinausgehende Rennen nicht durchgehend zu übertragen, als es ins Hauptabendfenster drückte.

Stattdessen stieg der Sender vor 20:15 Uhr aus, um Günther Jauchs letzte Jahresrückblicks-Show pünktlich zu starten. Die Formel 1 blieb zwar im Free-TV, musste aber auf n-tv ausweichen. Just zu einem Moment, in dem sich das Duell um den Sieg zwischen den WM-Kontrahenten Max Verstappen und Lewis Hamilton begann zuzuspitzen.

Hatten auf RTL noch 3,48 Millionen - und 3,98 Millionen in der Spitze - das Rennen verfolgt, wechselten nur 1,45 Millionen den Sender und sahen die entscheidende Phase, die sich um 20:15 Uhr deutscher Zeit erst begonnen hatte anzubahnen, und um 20:19 Uhr in der Kollision von Hamilton und Verstappen gipfelte.

Jauchs Jahresrückblick unterlag im Gesamt-Durchschnitt dann aber der Formel 1 - 3,13 Millionen zu 3,48 Millionen. Allerdings schlug die Sendung die Formel 1 in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen mit 1,22 zu 0,78 Millionen.

Saudi-Arabien in Deutschland Durchschnitt, Rekorde in Österreich

Für RTL, wo auch 2022 als Teil eines Deals mit Exklusiv-Lizenzhalter Sky wieder vier Rennen zu sehen sein werden, war Saudi-Arabien das zweitstärkste der vier gezeigten Rennen, kam aber an die bei über vier Millionen liegende Bestmarke vom zweiten Saisonlauf in Imola nicht heran.

Für Sky waren die Quoten übrigens nicht weit über dem Durchschnitt: 750.000 Seher entspricht zwar dem besten Ergebnis seit Frankreich, aber seit dem Portugal-GP bewegt man sich zwischen 600.000 und 800.000.

In Österreich feierte ServusTV im Gegenzug eine Rekordquote. Nachdem die Rennübertragung mit 661.000 Sehern im Schnitt gestartet war, stieg sie zum ersten Restart auf 731.000, und den zweiten Restart und das Finale verfolgten schließlich 829.000 Seher im Schnitt. Das ist Österreich-Bestwert für die Saison, und übertrumpfte den ebenfalls im Abendprogramm stattfindenden Brasilien-GP, welcher im ORF 796.000 Seher verzeichnet hatte.