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Formel 1 Katar, Vettel ärgert sich über Hamilton: War unnötig!

Für Sebastian Vettel liefen die Freitags-Trainings trotz gutem Ergebnis nicht ganz optimal. Der Aston-Martin-Pilot ist vom Kurs dennoch positiv überrascht.
von Samuel Marton

Motorsport-Magazin.com - Sebastian Vettel und Aston Martin können auf einen positiven Freitag zurückblicken. Vor allem im zweiten Freien Training konnte der Heppenheimer aufzeigen und zusammen mit Teamkollege Lance Stroll in die Top-10 fahren. Und das, obwohl Vettel auf schnellen Versuchen im FP2 mit viel Verkehr zu kämpfen hatte und dadurch etwas Zeit liegenließ. Vom flachen Losail International Circuit in Katar zeigt sich Vettel positiv überrascht.

Vettel trotz Top-10: 'Etwas Zeit liegen gelassen'

Noch bis vor wenigen Stunden stellte das Kräfteverhältnis auf dem Losail International Circuit eine große Unbekannte dar. Auch für Sebastian Vettel, der in seiner Karriere noch nicht auf dem katarischen Kurs unterwegs war. Nachdem der Heppenheimer das erste Freie Training am Freitag noch auf Position 12 beendete, konnte der Deutsche sich im FP2 steigern und die insgesamt neuntschnellste Runde drehen.

Dabei wäre für den Heppenheimer noch mehr drinnen gewesen. Beim Versuch, neue schnelle Runde in den Asphalt zu brennen, wurde Vettel mehrere Runden am Stück immer wieder durch Verkehr behindert. So auch von Lewis Hamilton, der in Kurve eins nicht wie gewünscht Platz machte. "Ok, das war unnötig. Hamilton ist nicht aus dem Weg gefahren", funkte Vettel in der Folge und streckte dabei seinen Arm in die Richtung des Briten.

Diese Problematik könnte vor allem an dem Wochenende noch eine entscheidende Rolle spielen. Aufgrund der vielen aufeinanderfolgenden Highspeed-Kurven werden nur wenige Überholchancen prognostiziert. Umso wichtiger könnte daher der Startplatz und damit das Qualifying werden.

"Ich bin heute auf eine Runde noch nicht so glücklich, weil ich etwas Zeit liegengelassen habe", erklärt der Deutsche nach dem zweiten Freien Training. "Jeder strebt morgen natürlich nach der perfekten Runde, aber nicht jeder wird es schaffen. Hoffentlich werden wird es können."

Vettel zeigt sich vom Losail International Circuit positiv überrascht - Foto: LAT Images

Vettel von Katar-Kurs erstaunt

Von der Premiere des Losail International Circuit hat Sebastian Vettel allerdings einen positiven Eindruck. "Ich war etwas überrascht. Ich habe erwartet, dass es viel sandiger sein würde, die Strecke war aber in einem guten Zustand", lobt Vettel die Organisatoren des Wüstenkurses.

Aber auch beim Fahrerischen kann der Aston-Martin-Pilot der katarischen Strecke fiel abgewinnen. "Die Strecke ist zwar flach, aber ziemlich schnell - es gibt viele schnelle Kurven", so Vettel. "Es braucht etwas Zeit, bis du da reinkommst, sobald du aber einen Rhythmus gefunden hast, ist es unterhaltsam."

Lance Stroll peilt nach Anfangsschwierigkeiten Q3 an

Auf der anderen Seite der Aston-Martin-Garage lief es dagegen etwas turbulenter, wenngleich mit einem ebenfalls positiven Ausgang. Ein Hydraulikproblem zwang Lance Stroll dazu, das erste Freie Training nach nur elf absolvierten Runden früher als geplant zu beenden.

Der Kanadier glaubt allerdings nicht, dass die verlorene Zeit für das restliche Wochenende ein großer Nachteil sein wird. "Wenn ich zurückblicke, habe ich vielleicht ein paar Runden verloren, um die Strecke zu lernen, der Nachmittag war aber ziemlich gut", betont Stroll, der das FP2 mit der sechsschnellsten Zeit beenden konnte.

Der Teamkollege von Sebastian Vettel schielt in Katar daher schon ein wenig in Richtung Q3: "Ich denke, ins Q3 zu kommen, wäre großartig. Ich hatte das seit ein paar Rennwochenenden nicht mehr, das wäre also gut." Zuletzt schaffte es Stroll in der Türkei in den letzten Qualifyingabschnitt.


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