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Formel 1, Ferrari mit Glückssträhne: McLaren könnte vorne sein

Ferrari-Pilot Carlos Sainz traut der komfortablen Ausgangslage in der Formel-1-Team-WM vor dem Katar GP nicht. Das McLaren-Duo hofft auf eine Sensation.
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - 31,5 Punkte trennen Ferrari und McLaren drei Grands Prix vor dem Ende der Formel-1-Saison 2021. Ist der Kampf um den dritten Platz in der Konstrukteurs-WM damit bereits gelaufen? McLaren will noch nicht aufgeben, Ferrari sieht sich in einer guten Position, Carlos Sainz mahnt aber zur Vorsicht: Die letzten beiden Rennen in Brasilien und Mexiko hätten auch anders ausgehen können.

Sainz: Hatten in Mexiko & Brasilien Glück

"In Mexiko hätte in Kurve 1 ein McLaren vor uns beiden sein können und in Brasilien ebenfalls. An beiden Wochenenden hätte ein McLaren vor beiden Ferraris ins Ziel kommen können", sagte Sainz.

Dabei sprach der ehemalige McLaren-Pilot auf die Zwischenfälle auf der ersten Runde an. In Mexiko kam Daniel Ricciardo nach einem besseren Start deutlich vor dem Spanier in Kurve 1 an. Doch dort touchierte der McLaren-Pilot das Heck von Valtteri Bottas, schickte den Mercedes in einen Dreher und büßte dabei seinen Frontflügel ein.

Beim Start zum Mexiko-GP fuhr sich Daniel Ricciardo an Valtteri Bottas den Frontflügel ab. - Foto: LAT Images

Da Norris nach einem Motorwechsel von ganz hinten ins Rennen ging, verloren die Papayaorangenen alle Chancen auf Big Points. Ein ähnliches Spiel in Brasilien. Dort erwischte Norris den besseren Start, schlitzte sich allerdings auf dem Weg in Kurve 1 am SF21 von Sainz den Reifen auf. Erneut war es Ferrari, die das bessere Ende für sich hatten. "Es lag an den Umständen, dass wir ihnen so viele Punkte abgenommen haben. Es hätte auch komplett andersherum sein können", analysierte Sainz.

McLaren hofft auf Chance

Für McLaren ist drei Rennen vor Saisonende klar: Bei über 30 Punkte Rückstand dürfen keine Fehler mehr gemacht werden, außerdem ist man gezwungen auf etwas Schützenhilfe von Ferrari zu hoffen. Lando Norris sieht derweil im Kampf um Konstrukteurs-Platz 3 schon die Felle davonschwimmen: "Es ist natürlich möglich, aber es wird immer schwerer. Wir sind in der schwierigsten Position der gesamten Saison."

Daniel Ricciardo versprüht gegen Ende seiner Debütsaison bei der Mannschaft aus Woking noch Optimismus. "Es ist zwar sehr weit weg, aber es ist nicht vorbei. Ferrari hat an den letzten Wochenenden davon profitiert, dass wir beide Unfälle auf der ersten Runde hatten", analysierte der Australier.

Obwohl das Team rund um Andreas Seidl und Zak Brown nach zwei dritten Plätzen in der Team-WM in Folge dieses Jahr drauf und dran ist, nur auf P4 zu landen, betrachtet Ricciardo die Ausgangslage aus einer positiven Perspektive. "Ferrari war seit dem ersten Rennen in guter Form. Ich will nicht sagen, dass wir aufgeben, aber ich denke es ist eine Leistung, dass wir den Kampf bis jetzt offenhalten konnten. "

Norris hofft auf Katar und Saudi Arabien

Lando Norris wagte noch einmal eine Kampfansage an die Scuderia: "Die nächsten Strecken liegen uns hoffentlich ein bisschen besser als den Ferraris", erwartet der Brite. Der Mercedes-Antrieb im Heck könnte sich im Endspurt tatsächlich nochmal als nützlich erweisen. Denn mit Saudi-Arabien ist noch eine High-Power-Strecke ausständig.

Wie viel der bessere Motor auf dem schnellen und kurvigen Layout in Katar bringt, ist noch unklar. Zumindest um das Überholen auf der langen Start-Ziel-Gerade zu erleichtern, ist die Mercedes-PU ein klarer Vorteil.


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