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Formel 1, Schumacher & Mazepin überraschen: Anschluss gefunden?

Mick Schumacher und Nikita Mazepin beendeten den Freitag in der Türkei zwar auf 19 und 20 - aber der Rückstand war überraschend klein. Hoffnung für morgen?
von Markus Steinrisser

Motorsport-Magazin.com - Einmal mehr sind es nur die Plätze 19 und 20 für Haas. Aber Mick Schumacher und Nikita Mazepin sind nach den ersten Freien Trainings der Formel 1 in der Türkei gut aufgelegt. Grund: Nur 0,122 Sekunden fehlen Schumacher auf den Williams von George Russell, fast hat er den Anschluss an das hintere Mittelfeld gefunden.

"Das Auto fühlte sich heute gut an", freut sich Schumacher. "Wir waren viel näher am Feld dran als sonst, das ist vielversprechend, und das Auto fühlte sich gut an." Er und Teamkollege Nikita Mazepin schöpfen ein bisschen Hoffnung.

Haas überrascht in Istanbul mit stabilem Auto

Mazepin fehlten auch nur zwei Zehntel auf seinen Teamkollegen. Obwohl er noch ein schwaches Setup bemängelt: "Wir haben mit viel weniger Grip gerechnet und mit einem zu stabilen Auto begonnen - eines der wenigen Rennen dieses Jahr, wo wir mit der Rotation Probleme hatten."

Traditionell hat Haas mit einer sehr schwachen Hinterachse zu kämpfen, die dauernd Übersteuern hervorruft. Heute begann Mazepin mit Untersteuern: "Es hat seine Zeit gebraucht, das zurückzudrehen. Aber besser zu stabil als zu locker, wir haben noch viel Zeit, um es hinzubekommen."

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Schumacher & Mazepin hoffen in der Türkei

Außerdem blieben beide Fahrer heute sauber, bis auf einen Dreher von Mazepin am Nachmittag. Fahrtzeit verlor das Team kaum. "Ich glaube, wir haben eine gute Vorstellung davon, was wir für morgen brauchen und was wir wollen", urteilt Schumacher. "Hoffentlich schaffen wir das."

Bei aller Zufriedenheit gilt es aber weiterhin, Vorsicht zu üben. Freitag bleibt Freitag. Haas war an manchen Tagen schon über eine halbe Sekunde weg, an anderen gelegentlich auf eine Runde so schnell wie Williams. Aber auch die Tatsache, dass insgesamt nur 1,676 Sekunden auf die Bestzeit fehlen, hinterlässt einen besseren Eindruck. Auf anderen Strecken waren es oft schon mehr als zwei Sekunden.

"Es gibt noch Zeit, um für morgen zu analysieren", meint Schumacher - kündigt aber vorsichtshalber einen Regentanz an. Er und Mazepin geben sich jedenfalls wetterunabhängig kampfeslustig: "Bring it on."


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