In seiner Formel-1-Zeit galt er als höflich aber distanziert, heute veröffentlicht Mick Schumacher private Szenen auf YouTube. Was nach außen wie eine 180°-Drehung aussieht, ist für den Sohn von Michael Schumacher eine natürliche Entwicklung. "Es geht nicht darum, ob ich früher zugeknöpfter und jetzt offener bin, sondern darum, Neues auszuprobieren", erklärte der 26-Jährige.
In der Formel 1 sei Social Media für ihn kein Thema gewesen. "Ich habe damals gar nicht darüber nachgedacht. Ich habe auch YouTube kaum verfolgt. Heute schaue ich viele Videos und mag es sehr", verriet Schumacher.
Instagram vs. YouTube: Schumacher hat klaren Favoriten
"Die Leute haben so die Möglichkeit, mich persönlich besser kennenzulernen", sagte der Alpine-Fahrer, der YouTube den Vorzug vor Instagram gibt. Er möchte durch seinen Kanal auch die WEC bekannter machen. "Wir arbeiten an ein paar coolen Projekten. Wir machen etwas über Katar, Imola und wahrscheinlich die nächsten Rennen."
In den zwei bisher veröffentlichten Vlogs nimmt der WEC-Pilot seine über 60.000 Abonnenten mit in sein Leben. Fans können ihm beim Surfen in Australien vor dem Race of Champions zusehen oder hinter die Kulissen eines Video-Drehs mit dem britischen YouTuber Mat Armstrong blicken.
Der Deutsche ist nicht der erste Rennfahrer mit YouTube-Kanal. Nico Rosberg fing schon vor 14 Jahren mit Vlogs an, auch aktive Formel-1-Piloten veröffentlichen immer öfter Einblicke in ihr Leben abseits der Strecke. Ferrari-Stammfahrer Charles Leclerc und sein Ex-Teamkollege Carlos Sainz posten öfter Zusammenschnitte von Rennwochenenden auf der Video-Plattform, Haas-Fahrer Esteban Ocon eröffnete vor kurzem einen eignen Channel und teilt Szenen aus seiner Saisonvorbereitung.
"Mehr Fahrer sind offen, ihr Leben auf und abseits der Rennstrecke zu zeigen. Viele Fans wissen nicht hundertprozentig, was wir machen, wenn wir an der Strecke sind. Es ist wichtig für sie, das zu sehen", meinte Schumacher.
Beim nächsten Langstrecken-Rennen in Spa-Francorchamps will Mick Schumacher mit Alpine erfolgreich sein - so wie auch bei den 6 Stunden von Imola. Warum er in Italien mit einem komplett neuen Chassis fuhr, lest ihr hier:



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