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Formel 1, Schumacher schlägt Räikkönen: Regen-Gene von Michael

Im Belgien-Qualifying schlägt Mick Schumacher seinen Teamkollegen Nikita Mazepin und Alfa-Romeo-Fahrer Kimi Räikkönen. Verhelfen ihm Gene zu Regenstärke?
von Daniel Geradtz

Motorsport-Magazin.com - Das zwölfte Wochenende der Formel-1-Saison 2021 hat für Mick Schumacher eine besondere Bedeutung. Am 25. August jährte sich das F1-Debüt seines Vaters Mick Schumacher zum 30. Mal. Als Hommage bestreitet der Haas-Fahrer den Belgien GP im damaligen Helmdesign seines Vaters. Beim Qualifying zum Rennen in Spa-Francorchamps bewies Schumacher seine Regenqualitäten. Er beendete die Session auf Rang 18. Auf seiner schnellsten Runde war er rund eine halbe Sekunde schneller als Altmeister Kimi Räikkönen im Alfa Romeo. Seinem Teamkollegen Nikita Mazepin nahm er eine knappe Sekunde ab. Wegen einer Strafe gegen Lance Stroll aus dem Ungarn GP (Rückversetzung um fünf Positionen) wird Schumacher am Sonntag als 17. starten.

"Ich glaube schon, dass ich sagen kann, dass es mir Spaß macht, im Nassen zu fahren. Ich denke, ich habe ein, zwei Gene mitgenommen, die mir die Freude für das Nasse geben", resümierte der amtierende Formel-2-Champion. Sein Vater hatte sich mit mehreren Siegen im Regen das Prädikat 'Regenmeister' verdient. "Es waren herausfordernde Bedingungen, aber es hat auch Spaß gemacht. Ich habe jede Sekunde genossen", berichtete Schumacher nach dem Qualifying.

Haas hat die richtigen Entscheidungen getroffen

Für das am Ende des Feldes abgeschlagene Haas-Team lagen die Hoffnungen auf ein gutes Abschneiden vor dem Wochenende auf der Hilfe durch Regen. Die in Belgien oftmals unvorhersehbaren Wetterumschwünge wollte der US-Rennstall für sich nutzen.

"Das Auto hat sich recht gut angefühlt. Wir können zufrieden sein, mit dem, was wir heute erreicht haben. Nicht mit dem Ergebnis, aber mit den Abläufen und der Kommunikation im Team. Die Kommunikation war auf den Punkt. Wir haben die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit getroffen. Das hat uns geholfen, dort zu sein, wo wir sind", sagte Schumacher.

Wie der Großteil des Feldes absolvierte der 22-Jährige seinen ersten Run mit Full-Wet-Reifen, ehe er als einer der ersten Fahrer auf Intermediates wechselte. Dadurch verbesserte er sich zwischenzeitlich auf die fünfte Position, von der er aber wieder verdrängt wurde, nachdem alle Piloten auf Intermediates gewechselt hatten.

"Am Anfang hatten wir recht viel Regen. Dann wurde es trockener. Die Strecke trocknet extrem schnell ab, was unsere Entscheidung vereinfacht hat, nach einer gezeiteten Runde sofort zu wechseln", erklärte Schumacher.

Schumacher freut sich auf Regenrennen

Die Wettervorhersagen sehen für das Rennen am Sonntag (Start 15:00 Uhr) erneut Regen vor. Das steigert Schumachers Vorfreude auf seinen 14. Grand Prix in der Formel 1: "Morgen scheint es ein bisschen trockener zu sein als heute. Deswegen müssen wir schauen, wie sich das Rennen entwickelt. Ich freue mich, wieder im Regen zu fahren. Wir wissen, dass die nassen Bedingungen für uns besser sind."

Allerdings äußerte er Bedenken, was die Startphase betrifft. "Ich weiß nicht, wie viel wir in Turn 5 (Les Combes, Anm. d. Red.) sehen werden", sagte Schumacher. Zuletzt erwies sich aber nicht die Stelle am Ende der Kemmel-Geraden als Unfallschwerpunkt, sondern der Eau-Rouge-Komplex inklusive der Raidillon-Kurve.

Der Formel-1-Rookie hat in seiner bisherigen Karriere bereits mehrere Rennen in Spa-Francorchamps bestritten. 2018 gewann er auf der Ardennenachterbahn sein erstes Rennen in der Formel-3-Europameisterschaft. Im vergangenen Jahr beendete er die beiden Formel-2-Rennen auf den Plätzen zwei und drei. Mit dem Qulifying-Sieg gegen seinen Teamkollegen Mazepin verbesserte Schumacher seine Samstagsbilanz auf 10:2.


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