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Formel 1

Formel 1: Red Bull verlängert mit Sergio Perez für 2022!

Sergio Perez hat Red Bull überzeugt. Der neue Teamkollege von Max Verstappen startet auch in der Formel-1-Saison 2022 für das Team aus Milton Keynes.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Sergio Perez startet auch in der Formel-1-Saison 2022 für Red Bull Racing. Die Vertragsverlängerung mit dem Mexikaner gab das Team am Freitagmittag im Rahmen des Belgien Grand Prix in Spa-Francorchamps bekannt.

Perez war nach sieben Jahren bei Force India/Racing Point erst zu dieser Saison nach Milton Keynes gewechselt. Zuvor hatte ihn sein ehemaliges Team trotz laufenden Vertrags zugunsten von Sebastian Vettel vor die Tür gesetzt. Als für Perez schon das Karriereende zu drohen schien, kam es plötzlich ganz anders. Erstmals seit seinem frühen Abstecher zu McLaren (2013) sicherte sich wieder ein Top-Team die Dienste des Mexikaners.

Perez erfüllt Red Bulls Hoffnungen: Besser als Albon, Gasly

Bei Red Bull wurde Perez nach seinem sensationellen Sieg in Sakhir 2020 für Racing Point schnell erneut zum Rennsieger. Beim sechsten Saisonlauf in Baku gewann 'Checo' auch für sein neues Team.

Insgesamt tut sich zwar auch der Mexikaner schwer, es mit Überflieger Max Verstappen aufzunehmen, allerdings zieht Perez sich besser aus der Affäre als seine Vorgänger Pierre Gasly und Alexander Albon. Deshalb entschied sich Red Bull nun bereits frühzeitig zur Vertragsverlängerung. Zuletzt empfahl sich zwar auch Pierre Gasly mit starken Leistungen bei AlphaTauri wieder für Red Bull, den Franzosen will man allerdings lieber dort als Teamleader platzieren.

Red Bull: Perez Schlüsselfigur für neue Formel-1-Regeln 2022

"Checos Erfahrung und seine Racecraft sind in unserem Kampf um die Konstrukteursmeisterschaft von unschätzbarem Wert", lobt Teamchef Christian Horner. "Seine Integration ins Team lief reibungslos und seine Leistungen in der ersten Saisonhälfte haben uns beeindruckt. Er hat gezeigt, wozu er in unserem Auto fähig ist."

Nicht zuletzt sieht Red Bull in Perez eine Schlüsselfigur im ersten Jahr mit neuen Formel-1-Regeln ab 2022. "Mit völlig neuen Regeln und Autos wird Checo mit mehr als 200 Rennen und einer Dekade Erfahrung auf dem Buckel eine integrale Rolle spielen, um das Team durch diesen Übergang zu navigieren und den RB18 zu maximieren", sagt Horner.

Perez hofft auf neue Regeln: Will ganz nach oben

"Das ist eine große Gelegenheit für mich", sagt Perez über die kommende Saison. "Alle beginnen mit den neuen Regeln nächstes Jahr von null, sodass mein einziges Ziel ist, mit Red Bull ganz nach oben zu kommen." 2022 will es Perez also auch mit dem aktuell schon eingespielten Verstappen aufnehmen.

2021 brauche es wegen seines Wechsels eben Zeit, so Perez. "Aber die Dinge liefen schon gut, ich genieße es, Teil der Red-Bull-Familie zu sein. Wir haben hart gearbeitet, um Resultate zu leifern. Es ist klasse, dass da Team mir für die Zukunft vertraut", sag Perez. "Wir können noch so viel mehr erreichen und haben dieses Jahr noch immer eine Herausforderung vor uns. Ich hoffe, dass wir das Jahr auf einem Hoch beenden können und dieses Momentum 2022 mitnehmen!"

Gasly bei AlphaTauri durch Perez-Verlängerung ebenfalls fixiert

Durch die Vertragsverlängerung Perez' bei Red Bull steht der Verbleib von Pierre Gasly bei AlphaTauri ebenfalls so gut wie fest. Der Franzose verfügt bereits über einen gültigen Vertrag für die kommende Saison, fraglich war nur, für welches seiner beiden Teams Red Bull den einmaligen Rennsieger starten lassen würde. Die scheinbare Alternative Alpine ist seit Donnerstag vollständig ausgeräumt. Nach einer langfristigen Verlängerung mit Esteban Ocon bestätigten die Franzosen auch Fernando Alonso noch einmal formal für 2022.

Max Verstappen verfügt ohnehin über einen langfristigen Red-Bull-Vertrag - bis 2023. Damit ist für das kommende Jahr im Grunde nur noch der zweite Platz bei AlphaTauri offen. Diesen soll nach aktuellen Stand zwar Yuki Tsunoda behalten, gänzlich auszuschließen ist allerdings auch ein Comeback Alexander Albons (aktuell DTM) nicht. Die Entscheidung wird auch von der Entwicklung Tsunodas in den kommenden Rennen abhängen.


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