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Formel 1 Silverstone - Norris ratlos: Ferrari zu schnell

Die Erwartungen von McLaren für den Heim-GP in Silverstone sind gedämpft. Norris zog aus dem Formel-1-Sprint den Schluss: Gegen Ferrari sind wir chancenlos.
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - Das erste Sprint-Qualifying der Formel-1-Geschichte in Silverstone verlief für die beiden McLaren-Piloten Lando Norris und Daniel Ricciardo durchaus erfreulich. Beide machten in der Endabrechnung eine Position gut. Doch der Pace-Vergleich mit dem Ferrari von Charles Leclerc bereitet Norris Kopfzerbrechen. Für den Briten ist klar: Gegen Ferrari werden sie am Rennsonntag chancenlos sein.

Norris: Mehr als P5 nicht möglich

Nach dem Qualifying am Freitag war schnell klar, dass Ferrari im latenten Kampf um die dritte Position in der Konstrukteurs-WM gegenüber McLaren an diesem Wochenende die bessere Ausgangslage hatte. Charles Leclerc und Carlos Sainz reihten sich nämlich auf der vierten und fünften Position ein und starteten damit jeweils eine Reihe vor den beiden McLarens.

Im Sprint-Qualifying wurde schnell klar, dass die Scuderia ihre Boliden nicht nur auf eine Runde gut abgestimmt hatte, sondern diese auch im Renntrim schneller fahren können als die McLarens. Leclerc enteilte Norris, der sich hinter Alonso einsortieren musste bereits früh. Doch auch nachdem er an dem Spanier vorbeikam, blieben seine Rundenzeiten hinter jenen des Monegassen. Alleine auf seiner schnellsten Runde verlor der derzeitige WM-Vierte vier Zehntel auf die Bestzeit von Charles Leclerc.

Silverstone-Hitze ein Problem für McLaren

"Wir waren immer langsamer als er. Selbst wenn ich dachte, dass ich eine gute Runde gefahren habe, war er drei Zehntel schneller", berichtete der Lokalmatador. Da die Boliden bereits seit gestern unter Parc-Ferme-Bedingungen sind, kann keine Setuparbeit vorgenommen werden. Daraus schloss Norris: "Die Pace wird sich auf morgen nicht ändern, deshalb wissen wir jetzt schon, dass Mercedes, Red Bull und Ferrari schneller sein werden als wir. Das ist ein bisschen frustrierend"

Auch von den höheren Temperaturen, die für morgen prognostiziert werden, erwartet sich der Youngster keine Unterstützung. Ganz im Gegenteil. Denn der McLaren MCL35M hat oft seine Probleme mit der Hitze. "Wir haben ein bisschen mehr Probleme mit dem Auto, wenn es heiß ist", so Norris.

In der Team-Weltmeisterschaft hat sich McLaren in den letzten drei Rennen ein kleines Polster gegenüber Ferrari aufgebaut. Derzeit liegt das Team von Daniel Ricciardo und Lando Norris 19 Zähler vor ihren Rivalen aus Maranello. Doch eine rote Aufholjagd wird auch in Silverstone alles andere als ein Selbstläufer. Denn während die McLarens geschlossen von P5 und 6 starten muss der zweite Ferrari-Pilot Carlos Sainz den GP nur von Rang 10 in Angriff nehmen, da er im Sprint bei einer Startkollision von George Russell gedreht wurde.


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