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Formel 1

Formel 1 - Honda: Red-Bull-Motor langsamer als Mercedes

Hondas Formel-1-Technikchef Toyoharu Tanabe dementiert Gerüchte um die Power Unit von Red Bull: Keine Performance-Verbesserungen seit dem Beginn von 2021.
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - Seit vier Grands Prix lehrt Red Bull der Formel-1-Konkurrenz das Fürchten. Mercedes und Co machen vor allem regelmäßig auf die bessere Leistung der Honda-Motoren aufmerksam. Vor allem Toto Wolff staunte über die Leistungssteigerung der Honda Power-Units. Doch Hondas Motoren-Verantwortlicher widerspricht: Die Motor sei seit Saisonbeginn derselbe und nebenbei bemerkt sogar langsamer als jener bei Mercedes.

Steigerung trotz Homologation? Tanabe verneint

Toyoharu Tanebe, der bei Honda Technikchef des Formel-1-Motorenprogramms ist, gibt zwar zu dass sich Red Bull und Honda derzeit im Aufwind befinden. Doch der Japaner hält den Ball flach: Hondas F1-Hybridmotoren seien immer noch nicht auf dem Level von Mercedes.

"Unsere Resultate haben sich gesteigert, aber wir sind noch immer nicht die Nummer 1", sagte der Japaner und erklärte das veränderte Bild bei den Topspeed-Werten folgendermaßen: "Je nach dem Downforce-Level mit dem man fährt, ist es manchmal schwierig einzuschätzen, wie gut die Motorleistung tatsächlich ist."

Doch eigentlich sind die Motoren für dieses Jahr bereits homologiert, weshalb eine Verbesserung der Performance nicht zulässig ist. Woher kommt also die Steigerung des Red-Bull-Speeds auf der Geraden? Tanabe führte das darauf zurück, dass man mehr Potenzial aus dem derzeitigen Paket herausholen könne. "Wir haben diese 2021er-Power-Unit seit den Pre-Season-Tests eingesetzt und haben allmählich dazugelernt, wie wir sie benutzen müssen."

Aus diesem Grund sei der Motor auch regelkonform. "Die Basis-Spezifikation hat dieselbe Performance, aber die Performance auf der Strecke hat sich verbessert", so der Honda-Mann und erklärte die Vorgangsweise: "Wir optimieren in der Simulation auf jeder Strecke den Einsatz der einzelnen Komponenten und dann kommen wir auf die Strecke und updaten diese Kalibrierung."

Keine Zuverlässigkeits-Problem bei Saisonauftakt

Abgesehen von der Leistung des Motors ist es allerdings durchaus zulässig Veränderungen an der Power-Unit vorzunehmen. Beispielsweise, um die Zuverlässigkeit der Antriebseinheit zu verbessern. Vielfach wurden deshalb Spekulationen geäußert, dass der Performance-Sprung der beiden Red-Bull-Teams auf eine fehlende Zuverlässigkeit zu Saisonbeginn zurückzuführen sei. Deshalb habe Honda zum Auftakt des Formel-1-Jahres 2021 die verfügbare Power gedrosselt, könne diese aber dank Zuverlässigkeits-Updates inzwischen voll ausschöpfen.

Diesen Gerüchten widersprach Tanabe deutlich: " Nein, das ist nicht so. Honda benutzt die PU des Saisonstarts und wenn man die GPS-Daten vom ersten zum zweiten Rennen vergleicht, ist das ein einfacher Weg das auch herauszufinden."


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