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Formel 1

Formel 1, Max Verstappens Bremsproblem in Österreich erklärt

Max Verstappen fuhr beim ersten Österreich-Rennen der Formel 1 fast ungehindert zum Sieg. Einzige Sorge: Langes Bremspedal. Red Bull erklärt Problem.
von Markus Steinrisser

Motorsport-Magazin.com - Beim ersten von zwei Österreich-Rennen der Formel 1 fuhr WM-Leader Max Verstappen am Sonntag den bislang dominantesten Sieg seiner Saison ein. Vom Start bis ins Ziel hatte er Hauptgegner Lewis Hamilton klar im Griff - nur ein Problem sorgte kurz für Sorgen.

Mitten im Rennen funkte Verstappen plötzlich Beschwerden um die Bremse an die Box, und meldete eine Fehlermeldung des Brake-by-wire-Systems. "Ja, es wurde schnell einmal ein bisschen lang zwischen den Kurven 9 und 10 während dem Bremsen, und es kam dann zurück nach Kurve 10", erklärt er das Gefühl des Bremspedals.

"Das werden wir uns anschauen, ist glaube ich zweimal passiert", so Verstappen. Die Box empfiehl ihm per Funk schließlich, beim Anbremsen für Kurve 10 nicht mehr über die dort liegenden Kerbs zu fahren.

Red Bull beruhigt nach Verstappen-Problem: War unter Kontrolle

"Ich glaube, was wir sahen, war ein bisschen, was man Knock-Off nennt", meint Red Bulls Teamchef Christian Horner auf Sky UK. Heißt, dass sich Bremsscheibe und Bremsbelag zu weit voneinander entfernten, wodurch der Fahrer das Pedal weit durchdrücken muss, um die entstandene Lücke wieder zu schließen. Vermutlich waren die Kerb-Vibrationen verantwortlich: "Wenn du über die Kerbs ratterst, und das Pedal lange wird, und das muss ein grauenvolles Gefühl sein."

Horner macht sich deswegen aber keine Sorgen, denn das Problem blieb nicht bestehen: "Sobald er sich von dem Kerb fernhielt, war es unter Kontrolle. Das System war damit viel glücklicher. Das war kein großes Drama." Auf Verstappens Rennen hatte es so nur beschränkten Einfluss - das kannte man vom Red Bull Ring auch schon ganz anders, wie im Vorjahr, als Mercedes beim ersten Rennen wegen Sorgen um Materialermüdung ihre Fahrer anwies, schließlich fast alle Kerbs zu meiden.

So ist Red Bull für das zweite Österreich-Rennen am nächsten Wochenende auf gleicher Strecke unbesorgt und fühlt sich gut aufgestellt. "Natürlich werden die Leute alles nach dem Rennen analysieren, und ich glaube auch, dass es etwas enger sein wird, wenn du besser verstehst, was los ist", meint Verstappen. "Natürlich fahren wir auch mit weicheren Reifen, das wird interessant, das zu managen, und natürlich auch das Wetter, was damit ist."

Bei Red Bull klang nach dem ersten Rennen schon verhaltener Optimismus durch: Die um eine Stufe weicheren Reifenmischungen, die Pirelli zum zweiten Rennen bringt, könnten ihnen noch mehr liegen. Und Verstappen bilanziert: "Wir hatten dieses Wochenende ganz klar ein gutes Auto, und ich hoffe, dass diese Form in die nächste Woche hinein anhält."


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