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Formel 1

Formel 1, Monaco: Schumacher-Crash kostet bis zu halbe Million

Mick Schumachers Unfall vor dem Qualifying zum Monaco GP kommt Haas teuer zu stehen. Der Schaden wird auf bis zu einer halben Million Dollar geschätzt.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Ausgerechnet das Saisonhighlight ist bislang Mick Schumachers größter Tiefschlag in der Formel 1: Am Ende des 3. Freien Trainings verlor der Haas-Pilot in der Casino-Kurve die Kontrolle über seinen Boliden und beendete die Session in der Leitplanke.

Schnell war klar, dass das Getriebe dabei Schaden genommen hatte und eine Strafversetzung um fünf Plätze fällig ist. Doch das war noch Schumachers geringstes Problem: Der Schaden war so heftig, dass die Haas-Mechaniker das Auto nicht mehr rechtzeitig zum Qualifying reparieren konnten.

"Der Schaden war ziemlich groß, die gesamte linke Seite ist kaputt, aber das Chassis ist intakt", verriet Teamchef Günther Steiner am Samstagabend in Monaco, als das Auto fast schon komplett wiederhergestellt war.

Der Unfall ist nicht nur ärgerlich, weil Schumacher dadurch die Qualifikation zum Monaco GP verpasste. "Ich habe noch keine Kalkulation gemacht, aber es kostet zwischen 300.000 und 500.000 Dollar", eröffnete Steiner.

"Das kosten diese Autos", fügte Steiner angesichts der sprachlosen Gesichter im Zoom-Call an. "Ein Frontflügel alleine kostet ja schon 150.000 Dollar."

Schumacher muss deshalb vom letzten Startplatz aus ins Rennen gehen. Viel weiter vorne wäre er wohl auch unter normalen Umständen nicht gestartet, auch wenn er kurz vor seinem Unfall noch auf Rang 14 im 3. Freien Training nach vorne fahren konnte.

Haas-Teamchef macht Schumacher keinen Vorwurf

"Er hat aber etwas verpasst", wirft Steiner ein. "Das nächste Mal, wenn wir nach Monaco zurückkommen, wird er sich sicher wünschen, schon ein Qualifying hier mitgemacht zu haben." Einen Vorwurf - zumal es bereits Schumachers zweiter Unfall am Wochenende war - gibt es vom Teamchef aber nicht: "Dass Rookies Fehler machen, war mir bewusst, das ist nichts Neues."

Große Hoffnung auf ein Formel-1-Wunder heute hat Steiner nicht: "Ausgefallene Strategien funktionieren nur, wenn ein Safety Car kommt. Das Risiko musst du eingehen. Oder wenn es regnet, es sieht noch immer sehr bewölkt aus. Hoffentlich passiert etwas. Es wäre aber wenn dann mehr Glück als Talent."


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