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Formel 1, Spanien - McLaren grübelt: Rückstand trotz Updates?

McLaren reist mit frischen Upgrades zum Formel-1-Rennen nach Barcelona. Dennoch blieben Norris und Ricciardo am Freitag farblos. Wie läuft es im Qualifying?
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - McLaren war eines der großen Aufsteiger-Teams in der bisherigen Formel-1-Saison. Lando Norris lief in den ersten drei Grands Prix zur Topform auf und liegt im Moment auf dem dritten Platz in der Weltmeisterschaft. Doch beim Freitags-Training in Barcelona lief es noch nicht rund - trotz neuer Teile. Ist McLaren doch an diesem Wochenende zum ersten Mal nicht "Best of the Rest" oder ist am Sonntag alles wieder beim Alten?

Ricciardo fehlt Vertrauen

Der Hauptkritikpunkt, den die McLaren-Pilot an ihrem Boliden auszusetzen fanden, war der mangelnder Grip an der Hinterachse. Vor allem Daniel Ricciardo hatte damit im Vormittags-Training zu kämpfen. "Ich fühlte mich nicht ganz komfortabel im Auto", resümierte der Australier, "ich versuchte immer hinten etwas Grip zu finden und konnte so kein Vertrauen ins Auto aufbauen."

Erst am Nachmittag kam der ehemalige Renault-Pilot besser mit dem MCL35M zurecht, auch wenn es "auf dem Papier" nicht danach aussehe, wie Ricciardo anmerkte, nachdem er die Session auf dem 15. Platz beendet hatte. Der Zeitrückstand zur Spitze lag in FP2 bei etwas mehr als einer Sekunde, im ersten Training rangierte Ricciardo zwar eine Position höher, hatte aber auch zwei Zehntel mehr auf die erste Position verloren.

Norris nur in FP1 top

Auch Lando Norris hatte am Freitag noch mit seinem Fahrzeug zu kämpfen. Obwohl seine Analyse ähnlich wie jene von Ricciardo ausfiel, erging es ihm genau andersherum: Bei den wärmeren Temperaturen während FP2 hatte der WM-Dritte Schwierigkeiten, während er am Morgen dort anknüpfte, wo er zuletzt in Portugal aufgehört hatte.

"In FP1 war ich einfach schneller", analysierte der Trainings-Vierte, "aber am Nachmittag konnte ich nicht mehr ein so gutes Gefühl aufbauen." Der Brite stellt die Frage in den Raum, ob sein diesjähriger Wagen einfach nicht so gut auf die Streckencharakteristik des 4,675-Kilometer langen Circuit de Barcelona-Catalunya zugeschnitten sei.

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McLaren-Updates ohne Erfolg?

Dass McLaren ausgerechnet in Barcelona Probleme haben sollte, wäre doch etwas überraschend. Vor allem da der Rennstall von Teamchef Andres Seidl mit Updates im Gepäck nach Spanien gereist war. Wenn man die vergangenen Rennwochenenden betrachtet, ist es aber noch zu früh, daraus Schlüsse zu ziehen. Denn McLaren hat in dieser Saison schon mehrmals bewiesen, dass ihre Trainings-Leistungen nicht immer aussagekräftig sind.

Bei den letzten beiden Grands Prix in Imola und Portimao blieben Ricciardo und Norris ebenfalls am Freitag eher blass und mussten um einen Top-10-Platz kämpfen. Im Qualifying erfolgte dann eine Leistungssteigerung und im Rennen entschied Norris beide Male den Mittelfeld-Kampf für sich. Der Große Preis von Spanien am Sonntag wird zeigen, ob sich diese Geschichte auch in Barcelona wiederholt.


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