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Formel 1

Formel 1 - McLaren löst Ricciardo-Rätsel: Schaden am Unterboden

Daniel Ricciardo wurde beim Großen Preis von Bahrain von einem Unterboden-Schaden gebremst. Der McLaren-Pilot landete beim Formel-1-Auftakt dennoch auf P7.
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - Obwohl McLaren beim ersten Rennen der Formel-1-Saison 2021 zu den Gewinner zählte, war Daniel Ricciardo nach dem Großen Preis von Bahrain unzufrieden. Der Neuzugang beschwerte sich darüber, dass er nicht in der Lage war, seine Pace im Rennen auf ein Level mit Teamkollege Lando Norris zu heben. Außerdem war der Reifenverschleiß an seinem Wagen ein Problem.

Teamchef Andreas Seidl hatte nach dem Rennen erklärt, dass man diese Schwierigkeiten unter die Lupe nehmen werde. Am Dienstag gab McLaren bekannt, eine Erklärung für die Probleme des ehemaligen Renault-Piloten gefunden zu haben. Der Grund für seinen Pace-Verlust im Rennen: Ein beschädigter Unterboden.

Performance-Verlust bei Ricciardo: Gasly war Schuld

"Nach dem Rennen entdeckten wir eine Beschädigung am Unterboden von Daniel, die aus dem Zusammenstoß mit Pierre Gasly hervorging", erklärte McLaren-Teamchef Andreas Seidl. Der AlphaTauri-Pilot hatte in der Runde nach dem Restart zwischen den Kurven 5 und 6 das Heck von Ricciardo touchiert und fuhr sich dabei den Frontflügel ab, was den Fünftplatzierten aus der Qualifikation sämtlicher Punktechancen beraubte.

Ricciardo konnte weiterfahren und beendete sein erstes Rennen für McLaren auf dem siebten Platz, obwohl er offenbar Downforce-Verluste zu kompensieren hatte. "Der Grad der Beschädigung kostete ihm eine beträchtliche Menge an Abtrieb", so Seidl.

Konstrukteur-WM: McLaren in guter Position

Dass Ricciardo dennoch mehrere Zähler für das Team sammeln konnte, fand bei seinem Teamboss Anerkennung: "Daniel hat seine Erfahrung genutzt um trotz des Performance-Verlusts mit den Problemen umzugehen und wichtige Punkte zu sammeln."

Da Lando Norris in Bahrain auf dem vierten Platz ins Ziel kam, liegt McLaren nach dem ersten Grand Prix in der Konstrukteurs-Wertung mit 18 Zählern auf dem angepeilten dritten Rang. Kopfzerbrechen bereitete dem drittbesten Formel-1-Team der vergangenen beiden Jahre allerdings der Umstand, dass man sich im Qualifying mit P6 und P7 je einem AlphaTauri und einem Ferrari geschlagen geben musste. Beim Großen Preis der Emilia Romagna in Imola, der am 18. April über die Bühne geht, will man auch dieses Makel bereinigen.


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