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Formel 1

Formel-1-Tests: Mercedes mit Wunder-Unterboden und Stotterstart

Mercedes zeigt beim Testauftakt in Bahrain erstmals den sagenumwobenen Unterboden. Nach einer Runde muss das Getriebe gewechselt werden.
von Christian Menath

Stotterstart für Mercedes beim Formel-1-Test in Bahrain: Nach lediglich einer Installationsrunde gab es bereits lange Gesichter in der Mercedes-Garage. Selbst Weltmeister Lewis Hamilton ließ sich den Testauftakt nicht entgehen, obwohl Teamkollege Valtteri Bottas am Vormittag im Cockpit saß. Hamilton zeigte sich sichtlich unbeeindruckt bei der Rückkehr seines Teamkollegen.

Kurz darauf war auch klar, was für die schlechte Stimmung bei Mercedes verantwortlich war: Die Ingenieure diagnostizierten Probleme beim Schalten. Als Vorsichtsmaßnahme begannen die Mechaniker sofort, das Getriebe am F1 W12 zu tauschen. Das genaue Problem soll erst später näher analysiert werden.

Zuvor sorgte Mercedes noch mit einem spektakulären Unterboden für Aufsehen. Bei der Präsentation des Boliden wollte der Rennstall - wie viele andere Teams auch - die Karten noch nicht aufdecken und verschleierte den Bereich vor den Hinterreifen.

Bei der Präsentation zeigte Mercedes noch keine Details am Unterboden - Foto: Mercedes F1 / Screenshot

Beim Fotoshooting mit allen Autos kurz vor Testbeginn gab es dann den ersten freien Blick auf den tatsächlichen Unterboden. Weil Schlitze in dem Reglement-bedingt etwas kleineren Unterboden 2021 verboten sind, entwickelten die Mercedes-Aerodynamiker spektakuläre Leitbleche für die Oberseite.

Hinter den Seitenkästen wölbt sich der Unterboden wellenförmig nach oben, darüber bildet ein zusätzliches Leitblech die Oberkante. Nach dem Wellenschliff zieht sich der Unterboden nicht kontinuierlich von 1,80 auf 1,30 Meter Breite zusammen. Stattdessen gibt es eine deutliche Stufe.

Sebastian Vettel wirft einen genauen Blick auf den Mercedes-Unterboden - Foto: LAT Images

Direkt vor den Hinterrädern wird es noch einmal interessant: Dort sind vier vertikale Leitbleche angebracht, die über ein horizontales Element miteinander verbunden werden. Die Teams versuchen so, die Luftverwirbelungen der Hinterräder aufzufangen. Der Diffusor soll möglichst wenig davon beeinflusst werden. Dahinter kanalisieren zwei vertikale, längliche Leitbleche die Luft zwischen Diffusor und Reifeninnenwand, um den Diffusor zu versiegeln.

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