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Formel 1

Formel 1, Red Bull degradiert Albon: Perez für 2021 offiziell

Red Bull bewahrt Sergio Perez vor dem Karriere-Aus. Der Mexikaner wird 2021 Teamkollege von Max Verstappen. Alexander Albon muss auf die Reservebank.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Red Bull setzt den Spekulationen um Max Verstappens Teamkollegen in der Formel-1-Saison 2021 ein Ende. Das Team gab am Freitag nach dem Finale in Abu Dhabi die Verpflichtung von Sergio Perez bekannt. Der Mexikaner setzte sich im Rennen um das zweite Cockpit gegen Alexander Albon durch und erhält einen Vertrag mit einer Laufzeit über ein Jahr. Sein Vorgänger wird bei Red Bull die Rolle des Ersatzfahrers einnehmen.

Für Perez bedeutet das die nahtlose Fortsetzung seiner seit 2011 andauernden Formel-1-Karriere, die in den vergangenen Wochen auf der Kippe gestanden hatte. Im Sommer wurde er bei Racing Point trotz eines bis einschließlich 2022 gültigen Vertrages abgesägt. Beim zukünftigen als Aston Martin F1 Team gebrandeten Rennstall wird Sebastian Vettel seinen Platz an der Seite von Eigentümersohn Lance Stroll einnehmen.

"Wir haben uns die Zeit genommen und alle relevanten Daten und Performances evaluiert und kamen zu der Entscheidung, dass Sergio für 2021 der richtige Fahrer an der Seite von Max ist. Wir freuen uns darauf, ihn bei Red Bull Racing willkommen zu heißen", so Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Mit Perez tritt erstmals seit Mark Webber in der Saison 2013 kein Fahrer aus dem eigenen Kader für die Truppe an.

Für den 30-Jährigen aus Guadalajara ist Red Bull die vierte Karrierestation nach Sauber, McLaren und Racing Point. "Die Chance, für ein Team zu fahren, das um die Meisterschaft fährt, ist etwas, worauf ich seit meinem Debüt in der F1 gewartet habe", sagt Perez, der beim Sakhir GP vor knapp zwei Wochen im 190. Grand Prix sensationell seinen ersten Sieg in der Königsklasse feierte. "Es wird ein stolzer Moment, wenn ich in den Farben von Red Bull im Grid stehe."

Formel 1, Red Bull 2021: Sergio Perez gegen Max Verstappen!: (09:45 Min.)

In Folge der Bekanntgabe seines Aus beim langjährigen Arbeitgeber wurde er neben Nico Hülkenberg als möglicher Ersatz für Albon ins Gespräch gebracht. Der Thailänder hatte bei seiner spontanen Beförderung zu Red Bull im Sommer 2019 zunächst überzeugt. In seiner zweiten Saison wurde er den Erwartungen des Top-Teams jedoch nicht gerechnet. Das teaminterne Duell mit Verstappen verlor er mit 214:105 WM-Punkten deutlich. Im Qualifying gelang ihm kein einziger Erfolg gegen den Teamkollegen.

"Alex ist ein wertvolles Mitglied des Teams und wir haben lange über diese schwierige Entscheidung nachgedacht", erklärt Horner, der in der zweiten Saisonhälfte stets betonte, Albon bis zum Ende des Jahres die Chance einzuräumen, sich zu beweisen. Die Leistungen überzeugten schlussendlich trotz des laut Team und Fahrer stärksten Wochenendes des 24-Jährigen in Abu Dhabi nicht.

"Alex ist als Test- und Ersatzfahrer ein wichtiger Bestandteil unseres Teams. Sein Hauptfokus wird auf der Entwicklung für 2022 liegen und wir möchten ihm für seine harte Arbeit und seinen Beitrag danken", sagt Horner weiter. Anders als Pierre Gasly im Jahr 2019 erhält Albon damit keine zweite Chance beim Schwesterteam AlphaTauri. Red Bull hatte schon vor geraumer Zeit klargestellt, dass es sich für das Sorgenkind im Team nur zwischen dem Cockpit an der Seite Verstappens oder der Ersatzbank entscheiden wird.


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