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Formel 1

Formel 1: Renaults Sportpräsident Jerome Stoll tritt ab

Neben dem Namenswechsel von Renault zu Alpine ändert sich bei den Franzosen 2021 auch die Führungsetage: Sportpräsident Jerome Stoll verlässt seinen Posten.
von Markus Steinrisser

Motorsport-Magazin.com - Renaults Motorsport-Abteilung erfährt für 2021 die nächste große Änderung. Nachdem bereits die Umbenennung des Formel-1-Teams in Alpine fixiert wurde, verabschiedet sich nun Sportpräsident Jerome Stoll nach fünf Jahren aus dem Amt.

Stoll hatte das 2015 angelaufene F1-Comeback der Franzosen übersehen, welches zwar den damals ausgegebenen Fahrplan deutlich verpasst hat, aber 2020 immerhin mit drei Podien erstmals einen Aufschwung zeigte. Zugleich war Stoll für alle anderen sportlichen Sparten der Marke zuständig. So gewann Renault unter seiner Führung drei Team- und einen Fahrer-Titel in der Formel E.

"Jeromes Verbindung zum Unternehmen und seine Überzeugung, dass Motorsport Teil der DNA der Marke ist, hat zu Renaults Rückkehr in die Formel 1 als komplettes Team beigetragen", sagt Renault-CEO Luca de Meo und lobt: "Seine Erfahrung und Expertise, die er in der Karriere bei Renault erworben hat, waren wichtige Teile beim Strukturieren und beim Fortschritt des F1-Teams."

Stoll geht kurz vor Renault-Umbenennung

"Diese fünf Jahre als Präsident von Renault Sport Racing waren sehr intensiv", sagt Stoll selbst zu seinem Abschied. "Die Herausforderung anzunehmen, ein Formel-1-Team wiederaufzubauen, das ist hart, braucht Zeit, Hingabe und unermüdliche Überzeugung."

"Ein erster Schritt wurde erreicht mit einem Team und Fahrer, die wir jetzt auf dem Podium sehen können", freut sich Stoll über die Fortschritte des Teams, welches in den letzten Jahren unter der Führung von Cyril Abiteboul neu aufgebaut worden war. "Ich schätze das Privileg, Teil aller dieser Änderungen und des Fortschritts gewesen zu sein."

Abiteboul wird 2021 weiter F1-Teamchef bleiben und außerdem zusätzlich für die gesamte Alpine-Marke verantwortlich sein. Seinem alten Partner Stoll dankt er für die Unterstützung: "Es war ein langer Weg vom Start des Projekts im Juni 2015 bis zu den Podien dieser Saison. Jeromes Passion für den Wettbewerb und seine Loyalität zu den Frauen und Männern des Teams waren eine unschätzbare Hilfe über die Jahre."

"Heute beginnt ein neues Abenteuer mit Alpine, und das F1-Team wird eine wichtige Komponente für die Entwicklung der Marke sein", kündigt Abiteboul an."


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